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Leute - Villach
Debatte
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Entlang der Tiroler Straße:

Villacher macht sich gegen Baupläne stark

Völkendorf – Der Villacher Gerald Dobernig will nicht mehr tatenlos zusehen wie, laut ihm, wahllos alles zubetoniert wird und hat einen Einspruch an die Stadt Villach zu einem konkreten Bauvorhaben entlang der Tiroler Straße formuliert. Seitens der Stadt heißt es, dass der Wohnraum dringend benötigt und die Fläche durch mehrstöckige Bauten eines privaten Bauwerbers optimal genutzt wird. Wie steht ihr zu dem Bauvorhaben?

 4 Minuten Lesezeit (594 Wörter) | Änderung am 31.07.2019 - 12.12 Uhr

Im Stadtteil Völkendorf, östlich des Kreuzungsbereiches Villacher Straße/Tiroler Straße sollen laut Villacher Mitteilungsblatt – Ausgabe 07/2019, Seite 44 – Wohn- und Gewerbegebäude entstehen. Geplant ist die Errichtung einer straßenbegleitenden Bebauung entlang der Tiroler Straße, bestehend aus einer Wohnanlage, Stadtvillen und Geschäftsflächen. Erbaut werden die Wohnungen von einem privaten Bauwerber aus Salzburg.

Villach braucht Wohnraum

Seitens der Stadt erfahren wir, dass in dem Bereich über 100 Wohnungen von einem privaten Bauwerber aus Salzburg gebaut werden. Der Wohnraum wird dringend gebraucht, da Villach eine ständig wachsende Stadt ist. Es handle sich um ein spannendes Projekt, da es gelungen sei, die Fläche mehrstöckig zu nutzen. Der eigentlich geplante Nahversorger, der dort bauen wollte, konnte auf Intervention der Stadt mit einem Bauwerber aus Salzburg zusammen gebracht werden. So wird die bebaute Fläche laut Stadt Villach optimal genutzt. Die Wohnanlage entsteht in unmittelbarer Nähe einer Bushaltestelle und ist bei einer Einfahrtsstraße nach Villach bestens gelegen.

Schriftlicher Einspruch und Online-Petition

Der Villacher Gerald Dobernig sieht das Bauvorhaben weniger positiv und hat auf Facebook zu einer Online-Petition gegen diese Baupläne aufgerufen: „Es gibt mehr als genug leerstehende Flächen in unserer Stadt. Nicht nur will ich, dass der Rucksack für künftige Generationen nicht noch größer wird. Ich will auch, dass sich die Stadt endlich an die Verpflichtungen aus Alpenkonvention und Bodenbündnis hält.“ Dobernig möchte Grünflächen in der Stadt erhalten wissen. „Es wird Zeit klar und deutlich NEIN zu sagen. Wir sind im Jahr 2019, und die letzten 12 Monate haben einen Vorgeschmack darauf gegeben, womit wir künftig auf diesem Planeten zu kämpfen haben (allein in Villach Hochwasser, Dürre, Hitze).“ Innerhalb eines Tages konnte der Villacher 50 Unterschriften für seine Petition sammeln.

Knappe Ressourcen, leerstehende Gebäude

In der Petition heißt es, dass sich das Schreiben nicht gegen die Ambition richtet die Stadt Villach mit neuen Möglichkeiten zu bereichern, oder das Bauen als solches zu verbieten. „Vielmehr zielt es darauf ab, die Verpflichtungen der Stadt hervorzuheben, um solche Maßnahmen in Einklang mit den zur Verfügung stehenden knappen Ressourcen durchzuführen.“ Neben den Aspekten der Nachhaltigkeit verweist die Petition auch auf die leerstehenden Gebäude und hinterfragt, warum diese nicht genutzt werden und stattdessen neue Bauten errichtet werden. Die Unterstützer stellen die „Wiederverwendung“ von Ressourcen in den Fokus. „Dies bedeutet, dass bereits versiegelte und brachliegende Flächen, an denen es in Villach – wie auch in den meisten anderen europäischen Städten – leider nicht mangelt, primär zu nutzen, und von einer Versiegelung von Grünflächen abzusehen ist.“ Auch in den Kommentaren der Unterzeichner ist zu lesen, dass den Menschen der Umweltschutz wichtig ist und leerstehende Gebäude ein Problem darstellen.

Über Einsprüche entscheidet die Behörde

Seitens der Stadt heißt es, dass leerstehende Gebäude aus gutem Grund leer stehen und Bauwerber nicht vereinzelte Wohnflächen von unterschiedlichen Vermietern erwerben, sondern einen gesamtes Bauprojekt umsetzen. Prinzipiell kann jeder Bürger und jede Bürgerin Einsprüche erheben. Die Einsprüche sind gesetzlich und konkret geregelt. Ob ein Einwand relevant ist und bearbeitet wird, entscheidet die zuständige Behörde.

Was ist deine Meinung?

Siehst du die Einsprüche und die Petition von Gerald Dobernig als berechtigt? Oder befürwortest du das Bauvorhaben des privaten Bauwerbers, der damit neuen Wohnraum schaffen und die Fläche mit mehrstöckigen Gebäuden optimal nutzen möchte? Mach mit bei unserer Facebook-Debatte!

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