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Anzahlung während der Reise:

1000 Euro von türkischem Teppichhändler zurück

Kärnten – Mit dem AK-Konsumentenschutz kam eine Kärntnerin zu ihrem Recht. Auf Reisen machte sie eine Anzahlung bei einem türkischen Teppichhändler, welche durch Hilfe des AK-Konsumentenschutz zurückgeholt werden konnte. „Kostenlose Hilfe für alle Kärntner Konsumentinnen und Konsumenten, auch international“, so AK-Präsident Günther Goach.

 1 Minuten Lesezeit (205 Wörter) | Änderung am 14.08.2019 - 15.30 Uhr

Nachdem eine Kärntnerin im Urlaub bereits eine Anzahlung von rund 1.000 Euro für einen 3.500 Euro teuren Teppich auf Zypern (türkischer Nordteil) geleistet und ihre Widerrufsfrist von sieben Tagen in Anspruch genommen hatte, wandte sich die Frau an den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Kärnten. Das Teppichgeschäft weigerte sich vorerst auf Rückerstattung der Anzahlung und versuchte mittels Kulanzangebot der Geschäftsleitung, trotz Ablehnung der Konsumentin, einen Ersatzteppich bereitzustellen.

Im Rahmen der Reise zum Vertragsabschluss gedrängt

Nach mehrmaliger Intervention der AK-Experten beim Reiseveranstalter wurde das Geld zurückerstattet. Der Grund: Der Veranstalter muss Urlauber, bevor er diese zu diversen Verkaufsveranstaltungen bringt, über die türkische Rechtslage aufklären. Insbesondere über das Rücktrittsrecht und dass Anzahlungen bis zum Ablauf der Rücktrittsfrist nicht zulässig sind. „Werden Konsumenten im Rahmen einer Reise vom Reiseveranstalter in ein Teppichgeschäft geschleust und so zu einem Vertragsabschluss gedrängt, haben sie ein Rücktrittsrecht“, erklärte Daniela Seiß, AK-Konsumentenschutzexpertin.

Türkisches Konsumentenschutzgesetz

Gemäß dem türkischen Konsumentenschutzsgesetz muss auch die Teppichfirma den Urlauber über das Rücktrittsrecht in schriftlicher Form aufklären. Seiß: „Da dies nicht erfolgte, bestand die Möglichkeit die türkische Widerrufsfrist von sieben Tagen in Anspruch zu nehmen“.

In Konsumentenschutz-Fragen: Konsumentenschutz 050 477-2000

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