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Politik - Klagenfurt
Haben keine Lust auf Lärm: Christoph Neuscheller, Roland Sint, NR Philip Kucher, NR Peter Weidinger, Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz, Bernhard Plasounig, Elisabeth Rothmüller-Jannach, NR Maximilian Linder, NR Erwin Angerer & Gerhard Genser.
Haben keine Lust auf Lärm: Christoph Neuscheller, Roland Sint, NR Philip Kucher, NR Peter Weidinger, Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz, Bernhard Plasounig, Elisabeth Rothmüller-Jannach, NR Maximilian Linder, NR Erwin Angerer & Gerhard Genser. © WKK/OSKAR HOEHER

Keine Ruhe:

Bahnlärm am Wörthersee wird zur Belastung

Wörthersee – Unternehmervertreter, Tourismusexperten und Nationalratsabgeordnete aller Parteien trafen sich zu einem wichtigen Thema: Reduktion der Lärmbelastung entlang der Wörtherseetrasse.

 3 Minuten Lesezeit (428 Wörter) | Änderung am 27.08.2019 - 07.50 Uhr

„Wir sind die letzten, die Anreisezeiten und die Bahn schlechtreden wollen. Aber wir begrüßen alle Ideen, die den Verkehr auf der Strecke verbessern“, betonte Roland Sint von Wörthersee Tourismus gleich zu Beginn beim Runden Tisch für die Trassenlösung im Zentralraum. Aufgrund der Lärmbelastung entlang der Wörtherseestrecke lud die Wirtschaftskammer zu einem Treffen Bahnlärmgegner mit den Kärntner Nationalräten in die WK-Bezirksstelle Villach.

Roland Sint, Pörtschachs Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz, Christoph Neuscheller vom Tourismusverband Pörtschach sowie Elisabeth Rothmüller-Jannach, Unternehmerin und WK-Obfrau der Sparte Transport und Verkehr, haben sich mit den vier Kärntner Abgeordneten zum Nationalrat Maximilian Linder, Peter Weidinger, Erwin Angerer und Philip Kucher getroffen, um ihr Anliegen „Lärmschutz entlang der Bahntrasse“ den Nationalratsabgeordneten näherzubringen.

Für Gemeinde nicht leistbar

„Wir wissen, dass der Tourismus durch die Bahn zu uns kam, jedoch verlieren wir ihn jetzt dadurch wieder. Der Wörthersee ist kein Industriegebiet, sondern ein Erholungsgebiet und daher stark auf den Tourismus angewiesen“, erklärte Christoph Neuscheller. Immer mehr Touristen schreckt aber ab, dass Güterzüge mit bis zu 90 Dezibel auf der Trasse fahren. Von der Politik wird daher ein Sonderfinanzierungsfond gefordert, der für den Lärmschutzausbau oder die Trassenverlegung verwendet wird. Die Gemeinde könnte zwar mit Bund und Land daran arbeiten, jedoch müssen 25 Prozent von der Gemeinde getragen werden. „Das kann sich unserer Gemeinde nicht leisten“, erläuterte die Bürgermeisterin von Pörtschach Silvia Häusl-Benz.

Die Forderung der Wirtschaftskammer und des Tourismusverbands sind klar: Der Lärmschutz müsse forciert und Geld für einen Sonderfonds aufgetrieben werden. Darüber hinaus sollen die Nationalräte an den neuen Verkehrsminister herantreten, um ihn für dieses Thema zu sensibilisieren. „Damit sich der Zentralraum positiv entwickeln, muss ab 2040 eine geplante, genehmigte und gebaute Güterzugumfahrung geben“, fasste die WK-Spartenobfrau zusammen.

Unterstützung wurde zugesichert 

Die Vertreter des Nationalrates sicherten den Unternehmer- und Tourismusvertretern ihre Unterstützung zu und waren sich einig: „Wir brauchen einen gemeinsamen Umsetzungsplan, den wir verfolgen und der auch in die Gespräche mit der ÖBB aufgenommen wird.“  Abschließend konkretisierte Elisabeth Rothmüller-Jannach noch einmal die Forderung: „Wir erwarten vom Bund, in Abstimmung mit den Ländern, jene Strecken in den ,leisen Schienenkorridorkatalog‘ aufzunehmen, die besonders durch laute Güterwagons belastet sind und die durch Gebiete mit hoher Bevölkerungsdichte und intensiver touristischer Nutzung führen. Damit würden auch laute Güterwaggons ab 2024 endlich von der Südbahn verbannt werden. Dies würde besonders in Nachtzeiten eine deutliche Reduktion der Lärmbelastung bedeuten.“
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