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Politik - Kärnten
Alkohol. leben können“ macht ambulante Suchtbehandlung möglich.
Alkohol. leben können“ macht ambulante Suchtbehandlung möglich. © Büro LHStv.in Prettner

Pilotphase startet im Oktober:

„Alkohol.Leben können“ macht am­bulante Sucht­behandlung möglich

Kärnten – "Rund 40.000 Kärntnerinnen und Kärntner gelten als alkoholabhängig bzw. weisen einen problematischen Konsum auf. Nur knapp zehn Prozent davon wenden sich an Sucht- oder Entzugskliniken", erklärt informierte am Freitag, den 20. September 2019 Gesundheitsreferentin Beate Prettner im Rahmen einer Pressekonferenz. Mit dem Konzept „Alkohol. Leben können“ geht nun ein Projekt an den Start, das es ermöglicht, neben der Therapie in seinem sozialen Umfeld bleiben und weiter seiner Arbeit nachgehen zu können.

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„Nur knapp zehn Prozent der Alkoholabhängigen wenden sich an Sucht- oder Entzugskliniken […]. Zum einen, weil die Betroffenen lange Zeit ihre Krankheit leugnen, zum anderen, weil Alkoholsucht mit einer Stigmatisierung verbunden ist und zum dritten, weil die wochenlangen Therapien sie aus dem Berufs- und Lebensalltag reißen“, informierte am Freitag, den 20. September 2019 Gesundheitsreferentin Beate Prettner im Rahmen einer Pressekonferenz.

Pilotphase startet voraussichtlich im Oktober

Mit dem Konzept „Alkohol. Leben können“ geht nun ein Projekt an den Start, das es ermöglicht, neben der Therapie in seinem sozialen Umfeld bleiben und weiter seiner Arbeit nachgehen zu können. „Am Dienstag wird das Projekt in der Regierung beschlossen. Dann wird es mit Oktober in eine eineinhalb Jahre dauernde Pilotphase in der Versorgungsregion West, also in den Bezirken Villach, Spittal und Hermagor, gehen. 300 Patienten sind dafür vorgesehen“, erklärte Prettner. Als Finanzierungspartner mit an Bord sind die Pensionsversicherungsanstalt sowie die Kärntner GKK.

„Alkoholkranke Menschen sollen frühzeitig in Behandlung“

Laut KGKK-Direktor Maximilian Miggitsch gehöre Alkohol in Österreich zum gesellschaftlichen Alltag und sei Teil unserer Kultur. Die Grenzen zwischen Genuss, Missbrauch und Abhängigkeit seien fließend und oftmals nur schwer wahrnehmbar: „[…] Das Ziel dieses Projektes ist es, alkoholkranke Menschen frühzeitig in eine Behandlung zu bekommen. Damit steigt die Möglichkeit, die Betroffenen nachhaltiger in das gesellschaftliche Leben zu integrieren“, sagte Miggitsch.

Konzept wurde in Wien initiiert

Dass das Projekt „Alkohol.Leben können“ erfolgreich funktioniert, beweist Wien, wo das Konzept initiiert wurde und mit besten Ergebnissen überzeugte. „Je frühzeitiger der Therapieeinstieg, desto leichter wird die Therapie und desto realistischer ist es, diese im gewohnten Umfeld durchzuführen“, betonte auch Projektleiter Günther Nagele. Wie er ausführte, umfasse das Konzept in der Folge umfangreiche Nachbetreuungsmaßnahmen – „denn eine Alkoholerkrankung ist eine chronische Erkrankung, das heißt, das Rückfallrisiko ist ein sehr hohes. Der Nachbetreuung kommt daher eine große Bedeutung zu.“

Für die Pilotphase sind 3,2 Millionen Euro vorgesehen

Gesundheitsreferentin Prettner ist – wie die Vertragspartner PVA und GKK – überzeugt: „Mit dem neuen ambulanten Versorgungsangebot wird es uns gelingen, zum einen mehr Betroffene und zum anderen die Betroffenen viel früher zu erreichen.“ Für die Pilotphase sind vorerst 3,2 Millionen Euro vorgesehen, wobei die PVA rund 50 Prozent der Kosten trägt, je 25 Prozent kommen von Land Kärnten und Kärntner GKK.

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