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Wirtschaft - Kärnten
© Kelag

"Ein historischer Tag für die Standortgemeinde"

Feierliche Eröffnung des Gailkraftwerks Schütt

Oberschütt – Mit der Sanierung und Erneuerung des Gailkraftwerks Schütt begann die Kelag bereits im Juni 2018. Heute wird das Kraftwerk am 4. Oktober offiziell wieder in Betrieb genommen. Wir waren bei der feierlichen Eröffnung natürlich vor Ort. 

 3 Minuten Lesezeit (421 Wörter) | Änderung am 04.10.2019 - 16.13 Uhr

Unglaublich – rund 25 Millionen Euro wurden seit Mai 2018 in die Sanierung und Erneuerung des Laufkraftwerkes Schütt investiert. Seit August des heurigen Jahres befindet sich das Kraftwerk in der Probebetriebsphase. Heute, 4. Oktober, wurde es feierlich eröffnet. „Ein historischer Tag für die Standortgemeinde“, nennt es Erich Kessler, Bürgermeister von Arnoldstein. Wir haben uns das Kraftwerk für euch angeschaut.

Strom für 17.000 Haushalte

Die Millioneninvestition zahlte sich sichtlich aus – nun verfügt das Kraftwerk nämlich über eine Leistung von 12,5 MW und kann rund 62 Mio. kWh Strom erzeugen, was dem Jahresbedarf von rund 17.000 Haushalten entspricht. Leistung und Jahreserzeugung konnten durch die Sanierung also erheblich gesteigert werden. „Die schweren Unwetter während der Bauphase im Oktober 2018, haben den Bau zwar erschwert und das galt es auch zu meistern – doch der Zeitplan konnte trotzdem eingehalten werden“, so Kelag Vorstand Armin Wiersma stolz. Übrigens: Das Kraftwerk Schütt ist nicht nur das größte Kraftwerk der Kelag, sondern auch das älteste Kraftwerk in ganz Kärnten. Seit über 100 Jahren ist es bereits in Betrieb.

Alles auf dem neusten Stand der Technik

Während der aufwendigen Sanierungsarbeiten wurde ein neues Laufrad installiert und der Generator erneuert. Auch die elektrische Schaltanlage, die Automatik und die Leittechnik wurden auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Der gesamte Oberwasserkanal wurde mit Kunststoffdichtungsbahnen ausgekleidet. Um dies zu ermöglichen, wurde sogar die Gail von Juni 2018 bis März 2019 durch ihr altes Flussbett umgeleitet.

Neue Fischschnecke errichtet

Sehr innovativ: Auch der Fischaufstieg bei der Wehranlage wurde komplett neu gebaut. Errichtet wurde dabei eine sogenannte Fischschnecke, mit der die Fische die Wehranlage einfach passieren können. „Durch die Fischschnecke kann man auch die Fließenergie des Wassers für die Stromerzeugung nutzen. Dieses technisch-ökologische System ist äußerst innovativ“, weiß Kelag Vorstand Manfred Freitag. Die Fischschnecke ist für Fische mit einer Länge bis zu 100 Zentimetern ausgelegt.

Im Rundgang durch das Kraftwerk

Christian Rupp, Bereichsleiter Erzeugung/Technische Services der Kelag, führte alle Besucherinnen und Besucher mit einem Rundgang durch das Kraftwerk. Zu bewundern gab es die verschiedenen Bereiche des neuen Kraftwerks, darunter auch der Genratorraum und die neue Fischschnecke. Bei der Führung waren auch viele interessierte Schulklassen mit dabei – für diese gab es allerhand zu sehen. Einsatzleute der Rettung und Kameraden der Feuerwehr zeigten ihre Ausrüstung. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich auch über Lehre mit Energie informieren.

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