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Leute Wirtschaft - Kärnten
© Laura Mitulla on Unsplash Quelle: https://unsplash.com/photos/5iXxbJK7VUo

Der Umwelt zuliebe:

Einkaufen ohne Plastik – geht das überhaupt?

Kärnten – Jedes Jahr entstehen auf unserer Erde fast 18 Tonnen Verpackungsmüll. Kein Wunder also, dass diese erschreckende Zahl bei vielen Erdbewohnern ein schlechtes Gewissen hervorruft. Die gute Nachricht: Immer mehr Menschen wünschen sich Lösungen und Möglichkeiten, einen Einkauf ohne Plastik zu erledigen. Aber gibt es überhaupt zu allem plastikfreie Alternativen? Und kann ich mir ein Leben ohne Plastik überhaupt leisten? Wo kaufe ich denn ein, wenn ich meinen Plastikmüll reduzieren will?

 5 Minuten Lesezeit (644 Wörter)

Schluss mit Plastik – Vorbereitung

Sein Leben von heute auf morgen umzukrempeln ist kaum möglich. Dies wird jedem klar, der einmal intensiv über seinen eigenen Plastikverbrauch nachdenkt. Plastik also komplett aus seinem Leben zu verbannen ist zwar umsetzbar, aber ein längerer Prozess. Wer plastikfrei einkaufen möchte, der sollte sich darauf vorbereiten. Denn eines ist klar: Die Plastiktüte an der Kasse ist ab sofort Tabu, auch wenn sie günstiger ist! Wer hingegen noch ein paar leere Schraubgläser zuhause hat, der ist schon mal gut ausgerüstet. Schraub- und Einmachgläser eignen sich ideal zur Aufbewahrung von Nudeln, Müsli, Gewürzen oder Mehl und Bohnen. Eingekauft werden können diese Lebensmittel in so genannten Unverpackt-Läden.

Wiederverwertbare Obst- und Gemüsenetze zu besorgen ist außerdem kein Problem. So eignen sich Netze aus Baumwolle oder Jutebeutel. Mit diesen lässt sich selbst im herkömmlichen Supermarkt plastikfrei einkaufen. Vorausgesetzt, man wählt nicht die in Plastik verpackte Gurke, sondern nimmt die unverpackte Version. Und selbst Flüssigkeiten lassen sich in Glasflaschen abfüllen, sodass auch Öle oder flüssige Hygieneprodukte einfach darin eingekauft werden können.

Käse- und Wurstwaren müssen folglich an der Theke eingekauft werden. Inzwischen bieten einige den Verkauf in mitgebrachten Edelstahlboxen an, sodass sich auch hier Plastik sparen lässt. Und wer sich unsicher ist, der fragt einfach nach, ob Einkäufe von der Frischetheke auch direkt in die Box gegeben werden könnten.

Auch beim Bäcker können eigens mitgebrachte Brotbeutel helfen, auf die Plastikverpackung zu verzichten. Der Vorteil: Backwaren halten im Stoffbeutel ohnehin länger. Eier können ohne Probleme in der eigenen Eierschachtel verstaut werden. Wer hier nachhaltig denkt, der achtet auf die Herkunft der Hühner. Auch Bauernhöfe vor Ort oder ebenso Unverpackt-Läden bieten Eier ohne Plastikverpackung an.

Bewusster Einkauf bedeutet auch eine bewusstere Ernährung, vor allem aber eine gesündere. So lassen sich leckere Rezepte, wie beispielsweise die auf Bennys Abnehmblog, auch völlig ohne den Zusatzstoff Plastik zaubern.

Wo kann ich plastikfrei einkaufen?

Es stimmt, wer in den Supermarkt geht, der kommt um Plastik nicht herum. Denn spätestens bei den Süßigkeiten ist Schluss mit Nachhaltigkeit. Die gute Nachricht: Immer mehr Unverpackt-Läden eröffnen vor allem in den Städten. Dort können Verbraucher nicht nur Lebensmittel einkaufen, sondern auch Hygieneartikel oder andere Haushaltswaren. Wer keinen Unverpackt-Laden in der Nähe hat, der wendet sich an kleinere Tante-Emma-Läden oder Biohöfe. Und auch Wochenmärkte haben ihren Reiz und sind ideal für nachhaltige Einkäufe.

Tatsächlich lassen sich Lebensmittel und andere Produkte ohne Plastik auch Online einkaufen. Auch hier wurden die Produkte von Wochenmärkten oder Bio-Läden bezogen. Leider hat sich die Anzahl an Obst- und Gemüsehändlern in den letzten Jahren reduziert. Zu groß ist die Konkurrenz von Aldi und Co. Dennoch: Wer die Augen offenhält, der findet mit Sicherheit auch in seiner Umgebung den passenden Laden. Plastikfreie Online-Shops stellen jedoch eine tolle Möglichkeit dar, um nachhaltige, unverpackte und plastikfreie Waren zu beziehen.

Und ja, auch Süßigkeiten können ohne Plastik eingekauft werden. Denken wir an bestimmte Fachgeschäfte, wo Pralinen und Fruchtgummis nach eigenem Ermessen dosiert und abgefüllt werden können. Und wer ein wenig mehr Zeit mitbringt, der backt seine Süßigkeiten einfach selbst.

Plastikkonsum und unsere Gesundheit

Tatsächlich ist inzwischen erwiesen worden, dass sich unser Plastikkonsum auch auf unsere Gesundheit auswirkt. So fanden Forscher Mikroplastikteile in Stuhlproben von Menschen. Plastikteilchen sind überall, in unserer Kleidung, in der Luft und sogar in Kinderspielzeugen. Jetzt auch in unserem Körper. Über die Auswirkungen auf unsere Gesundheit wissen Forscher bislang aber nur wenig, sodass lediglich Vermutungen angestellt werden können. Doch mal Hand aufs Herz – wie gesund kann es sein, wenn der Mensch pro Woche den Plastikgehalt einer Kreditkarte in sich aufnimmt?

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