fbpx

Zum Thema:

23.11.2019 - 15:49Motivierte und tatkräftige Helfer beim Gurk-Hochwasser23.11.2019 - 11:13Bruckendorfer Brücke wieder frei­gegeben21.11.2019 - 21:18Hochwasser­hilfe: Kärntner brauchen deine Unter­stützung19.11.2019 - 20:53Achtung: Diese Schulen bleiben morgen geschlossen
Aktuell - Kärnten
Der Alexejew-Hof in Gurk wurde überflutet.
Der Alexejew-Hof in Gurk wurde überflutet. © BFK08

Weiterhin angespannte Lage:

Krisen­stab: Keine Entwarnung entlang der Gurk

St. Veit/Glan – Der behördliche Krisenstab der Bezirkshauptmannschaft St. Veit/Glan hat heute um 13.30 Uhr weitere Maßnahmen zum Hochwasser entlang der Gurk beschlossen. Im Bezirk St. Veit an der Glan sind mehr als 200 Feuerwehrmitglieder im Einsatz.

 5 Minuten Lesezeit (605 Wörter) | Änderung am 18.11.2019 - 17.45 Uhr

Alle Feuerwehren des Gurktales (Straßburg, Winklern-Hausdorf, St. Georgen/Straßburg, Gurk, Pisweg, Weitensfeld, Zweinitz, Altenmarkt, Deutsch-Griffen) stehen in den Ortschaften Gurk, Straßburg und Weitensfeld im Hochwassereinsatz. Die Feuerwehren Zweikirchen, Treffelsdorf und Kraig unterstützen ihre Kameraden. Die FF Glödnitz behebt gemeinsam mit der FF Metnitz eine Verklausung auf der Flattnitz.

Gurk trat über Ufer

Im Bereich Zwischenwässern, Pöckstein und Gasteige sorgen die Feuerwehren Micheldorf und Althofen für Hilfe in den überfluteten Bereichen der Gurk und Metnitz. In Brugga und Mölbling steht die FF Meiselding im Hilfsdienst. In Zienitzen tratt der Bach über die Ufer, die Feuerwehren Friesach und St. Salvator sind dort im Einsatz. Die FF Grades hatte einen kleinen Murenabgang im Bereich Zwatzhof zu bewältigen. Zu einer Verklausung der Metnitz kam es in Wöbring. Im Einsatz auch die FF St. Donat bei Unterbruckendorf. In Stammersdorf und Pölling trat die Gurk über die Ufer. Die Feuerwehren Pölling, Thalsdorf und Launsdorf sind dort mit Sicherungs- und Pumparbeiten beschäftigt. In Brückl wird der kontrollierte Gewässerabfluss im Wehrbereich durch die FF Brückl sichergestellt.

Feuerwehren unermüdlich im Einsatz

Unter der Führung von Bezirksfeuerwehrkommandant Friedrich Monai mit Unterstützung der Berzirksalarm- und warnzentrale und entsprechenden Führungspersonal helfen im Bezirk St. Veit an der Glan mehr als 200 Feuerwehrmitglieder mit 40 Fahrzeugen. „In der Freizeit, die Familie zu Hause lassend und das alles freiwillig und unentgeltlich“, zeigt sich BFK Monai über seine Kameraden stolz.
„Durch den gemeinsamen und starken Anpack konnten die Auswirkungen und Schäden des Hochwassers stark verringert und teilweise sogar verhindert werden. Jetzt richten sich die Anstrengungen auf Sicherungs- und Hilfsmaßnahmen“, zeigt sich Bezirkshauptfrau Claudia Egger-Grillitsch von der Leistung aller Feuerwehrmitglieder beeindruckt.

Noch keine Entwarnung

Entwarnung kann noch keine gegeben werden. Nach den vorliegenden Infos besteht keine Gefahr für die Kläranlage in Möbling. Im Ortsgebiet Brugga (Gde. Mölbling) kommt es zu Stromabschaltungen, da ein Masten unterspült ist. In Gurk kam es zu Überflutungen. Der Alexejew-Hof wurde überflutet.

Info zu den aktuellen Verkehrsbehinderungen im Bezirk:

  • Straße vom E-Werk Muschk Richtung Stammersdorf gesperrt.
  • Weitensfeld – Ortsgebiet OST für den Verkehr gesperrt; örtliche Umleitung eingerichtet.
  • L62 im Bereich Zienitzen und Höhe Grades nur einspurig für PKW befahrbar.
  • Gesamtsperre der Kappeler Straße im Bereich der Gurker Brücke.
  • Pöckstein: Zufahrt zum Haus 6-8 nicht möglich.
  • Im gesamten Gurktal kommt es zu Verkehrsbehinderungen.

Hochwasserschwerpunkt auch Richtung Brückl ausgeweitet

Die Feuerwehren des Görtschitztales (Brückl, Eberstein, Klein St. Paul, St. Walburgen, St. Filippen) sind dort nun im Einsatz. Mit Sandsäcken werden Sicherungsmaßnahmen vorgenommen. BFK-Stv. Heimo Haimburger bestätigt, dass die Feuerwehrkräfte intensivst arbeiten. Laut den derzeit vorliegenden Informationen besteht keine Gefahr für das Werk der Donau-Chemie in Brückl. Die Betriebsfeuerwehr ist jedoch trotzdem alarmiert. Ein Wohnhaus musste jedoch bereits evakuiert werden. Experten der Wasserwirtschaft prüfen die Lage vor Ort.

Pegelstände gehen langsam zurück

Die Dämme im Orsteil Sandboden in Gurk werden weiterhin genau beobachtet und gesichert. Die Feuerwehren Kappel am Krappfeld, Zeltschach und St. Veit sind nun auch in das Gurktal beordert worden. Auf der Unteralpe in Metnitz ist es zu einem kleinräumigen Murenabgang gekommen. Am Alexejew-Hof in Gurk sind alle Tiere in Sicherheit. Im Ortsteil Brugga hat die Kärnten Netz die Stromversorgung wieder hergestellt. „Die Pegelstände im oberen Gurktal gehen langsam zurück, die Spitzenwelle ist dort durch. Die Gefahr ist aber noch nicht gepannt, da die Dämme durchnässt sind.“ so Bezirkshauptfrau Claudia Egger-Grillitsch.

Kommentare laden
ANZEIGE