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Statistisch gesehen:

Die Chancen für weiße Weih­nachten stehen schlecht

Kärnten – Auch wenn es laut ZAMG in der kommenden Woche deutlich abkühlen soll und stellenweise auch in tiefe Lagen Schneeflocken möglich sind - die Schneelage zu Weihnachten lässt sich derzeit noch nicht vorhersagen. Wir haben uns die statistischen Fakten zum Thema „Weiße Weihnachten" für euch angesehen.

 2 Minuten Lesezeit (314 Wörter)

„Weiße Weihnachten kommen in Österreich in tiefen Lagen nicht allzu oft vor und in den letzten Jahren wurden sie noch seltener“, fasst Klimatologe Alexander Orlik eine Auswertung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zusammen. „Im Zeitraum von 1951 bis 1980 gab es in den Landeshauptstädten noch doppelt so oft einen 24. Dezember mit einer geschlossenen Schneedecke wie im Zeitraum von 1983 bis heute. In tiefen Lagen hat sich die Chance auf weiße Weihnachten somit in den letzten Jahrzehnten halbiert.“

Milde Jahre in Kärnten

Für die letzten 30 Jahre gilt: Statistisch gesehen gibt es in der Landeshauptstadt nur jedes dritte Jahr am 24. Dezember eine geschlossene Schneedecke. In den fast durchwegs sehr milden 2000er-Jahren sind Weiße Weihnachten aber nochmals deutlich seltener geworden und die meisten Landeshauptstädte verzeichneten die jeweils längste Serie an Weihnachten ohne Schnee am 24. Dezember. So erlebt Klagenfurt schon seit 2011 schon acht Jahre in Serie grüne Weihnachten. Der weihnachtliche Schneerekord ist ebenfalls schon lange her. In Klagenfurt lagen am 24. Dezember 47 cm Schnee im Jahre 1994.

Natürliche Schwankungen

Als Grund für die deutliche Abnahme vermutet Klimatologe Orlik nicht nur die Klimaänderung, sondern auch eine Besonderheit der 1960er-Jahre: „Die 60er-Jahre brachten viele relativ kalte Winter. Das wirkt sich auf diese Statistik natürlich stark aus. Von 1961 bis 1965 zum Beispiel war Österreich zu Weihnachten fast jedes Jahr flächendeckend weiß. In Klagenfurt lag sogar von 1961 bis 1971 jedes Jahr am 24. Dezember Schnee.“

Klimaänderung

„Aber abgesehen von dieser sehr kalten Periode, spielt natürlich auch die gesamte Klimaerwärmung der letzten Jahrzehnte in Österreich eine Rolle. Wobei die Erwärmung in den Dezember-Monaten weniger deutlich war als zum Beispiel in den November-Monaten“, so Orlik. Häufiger als Weihnachten mit Schnee ist in den tiefen Lagen Österreichs ein Weihnachtstauwetter, wenn aus dem Westen oder Südwesten milde Luft nach Mitteleuropa strömt. Im Extremfall erleben wir zu Weihnachten sogar knapp 20 °C.

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