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14.04.2018 - 15:51Seymann: „Wir brauchen eine Rückkehr-Philosophie“
Politik - Kärnten
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Neu denken

„Wetter­ereignisse bedeuten Handlungs­bedarf!“

Kärnten – Seymann: "Klimawandel und dessen Auswirkungen auf Ebene der Raumordnung begegnen. Klug geplante Raumordnung ist effektiver Katastrophenschutz."

 2 Minuten Lesezeit (311 Wörter)

„Die drastischen Wetterereignisse der letzten zwei Jahre haben klar gezeigt, dass Handlungsbedarf in Kärnten besteht. Unter anderem sind die Schäden durch Hochwasser oder Erdrutsche deshalb so gravierend ausgefallen, da viele Gebäude in Bereichen stehen, in denen die Standortsicherheit nicht gegeben ist. Ergo sind sie für die Bebauung nicht geeignet. Allein 3.570 Wohnhäuser befinden sich in den sogenannten roten Zonen. In der Vergangenheit hat man sich um diesen Umstand kaum gekümmert, die Konsequenzen zeigen sich jetzt“,  verdeutlicht der Sprecher für Raumordnung, SPÖ-LAbg. Christof Seymann – „NEU DENKEN“.

Ausarbeitung eines neuen Raumordnungsgesetzes

„Mit einer Abnahme von Wetterereignissen ist in Zukunft nicht zu rechnen. Im Gegenteil: Die Gefahrenszenarien nehmen durch den voranschreitenden Klimawandel weiter zu, sowohl was Häufigkeit als auch was Stärke angeht. Wir müssen daher auf diese Herausforderung reagieren. Ein Weg ist die konsequente Ausarbeitung des neuen Raumordnungsgesetzes, das Raumordnungsreferent Daniel Fellner bereits in Angriff genommen hat. Um Kärnten krisensicher durch den Klimawandel zu bringen, braucht es aber auch eine entsprechende Handhabung durch die Gemeinden: Wir müssen uns endgültig von der Vorstellung verabschieden, dass jede grüne Wiese potentielles Bauland darstellt“, erklärt Seymann.

Langfristiger Überblick über Kosten

„Wir müssen Wohnraumentwicklung dort fördern, wo wir sicher leben und unsere Infrastruktur effizient aufrechterhalten können. Im Zuge von neu zu widmenden und zu erschließenden Bauland braucht es schon vorher einen Überblick, welche Kosten hier auf die Gemeinden zukommen werden – und zwar nicht nur kurzfristig im Zuge der Aufschließung, sondern mittel- und langfristig, wenn es um den Erhalt der Infrastruktur und die Bereitstellung von Leistungen seitens der Gemeinde, wie Schneeräumung oder Straßenbeleuchtung, geht. Das muss schon bei der Erstellung des Flächenwidmungsplans miteinfließen. „Zudem appelliere ich an alle, mit den Behörden für die Errichtung von neuen Schutzbauwerken zu kooperieren“, knüpft Seymann an.

 

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