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Leute - Kärnten
Michaela verbrachte drei Tage ohne Strom - und zwar freiwillig.
Michaela verbrachte drei Tage ohne Strom - und zwar freiwillig. © Leserin

Drei Tage stromlos - und das freiwillig!

Kärntnerin startet „Ohne Strom“-Challenge: Mit Erfolg!

Hermagor – Der Hermagorerin Michaela wurde der Trubel der Vorweihnachtszeit zu viel. Kurzerhand entschied sie sich einmal abzuschalten. Und zwar buchstäblich. Gemeinsam mit ihrem Mann lebte sie drei Tage lang ohne Strom. Im Interview mit 5 Minuten berichtet sie über ihre "Ohne Strom"-Challenge.

 4 Minuten Lesezeit (537 Wörter)

Die Vorweihnachtszeit ist für viele von uns mit Stress verbunden. Geschenke müssen gekauft,  Lichterketten aufgehängt und Kekse gebacken werden. Der Horror für die Wahl-Kärntnerin Michaela. „Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, den Stress zu reduzieren und habe dabei gemerkt, dass viele Stressfaktoren einhergehen mit der Verwendung von Strom.“ Kurzerhand entschied sie sich diesen einfach abzustellen. Die „Ohne Strom“-Challenge war geboren. „Mein Mann und ich haben alles abgedreht mit Ausnahme von Kühlschrank und Tiefkühltruhe“, erklärt sie. „Das gemeinsame Ziel war mehr Zeit miteinander und mit unseren Mitmenschen zu verbringen.“

Keine Heizung und kaltes Wasser?

Kein leichtes Unterfangen im Winter. Doch Michaela beruhigt: „Unser Haus verfügt über einen Kachelofen, der die Räumlichkeiten mit Wärme versorgen kann. Zudem ist es möglich darauf zu kochen. Dadurch sind wir stromunabhängig“, so die Hermagorerin. Also wurde am Donnerstag, den 5. Dezember, um 6 Uhr morgens, der Strom abgeschalten. Dokumentiert hat Michaela das Selbst-Experiment zum einen mit den Messungen ihres Smart Meters – einem intelligenten Stromzähler – und mit regelmäßigen Updates, welche sie laufend auf ihre Facebookseite hochgeladen hat.

„Mein Arbeitsumfeld litt nicht unter der Challenge“

Drei Tage lang versuchte Michaela gemeinsam mit ihrem Mann Alternativen zum Strom zu finden. Egal, ob Kochen oder Abendprogramm. Alles ging stromlos über die Bühne. Zur Arbeit fuhr Michaela mit dem Fahrrad. „Einmal hat mich eine Nachbarin mitgenommen“, verrät sie. Auch in der Gesundheitspraxis, in der die Wahl-Kärntnerin arbeitet, versuchte sie, so gut es ging, ohne Strom auszukommen. „Natürlich war ich für meine Klientinnen und Klienten trotzdem immer erreichbar. Mein Smartphone war jederzeit aufgeladen, damit sie mich anrufen konnten. Mein Arbeitsumfeld litt nicht unter der Challenge“, betont sie. Zu Hause blieb der Strom aber aus. „Somit konnte ich auch meine Work-Life-Balance wieder ins Gleichgewicht bringen“, freut sie sich. Erst am Sonntag, den 8. Dezember 2019, um 11 Uhr, hat das Paar den Strom wieder angeschaltet.

„Challenge hat meinen Blickwinkel verändert“

Durch die Challenge haben beide gelernt ihren Stromverbrauch zu optimieren. „Sie hat meinen Blickwinkel verändert“, erklärt uns Michaela. Vor allem von den Auswertungen des Smart Meters war die Hermagorerin überrascht. „Mein ganzes Leben wurde mir eingeprägt, dass Licht viel Strom verbraucht. Dabei sind ganz andere Geräte die wahren Stromfresser in unserem Haus.“ Michaela nennt unter anderem den Computer, die Waschmaschine und die neue Kaffeemaschine.

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Das Smart Meter dokumentierte die stromlosen Tage.

Das Smart Meter dokumentierte die stromlosen Tage. - © Leserin

„Nachbarn haben kontrolliert, ob wir durchhalten“

Für Erstaunen sorgte Michaela aber nicht nur bei der 5 Minuten Redaktion. „Die Reaktionen meiner Mitmenschen auf die Challenge war sehr unterschiedlich“, erzählt sie. „Einige Leute haben uns beschmunzelt“, so die Hermagorerin. Andere hätten hingegen große Hochachtung vor dem Selbstversuch gehabt. Wieder andere haben die Challenge hinterfragt. „Teilweise sind Nachbarn sogar vorbeigefahren und haben nachgeschaut, ob wirklich alles dunkel ist. Sie konnten sich das nicht wirklich vorstellen“, erzählt uns Michaela.

Für sie war die Challenge auf alle Fälle ein Erfolg: „Ich konnte dadurch mehr Lebenszeit für mich gewinnen und bin zur Ruhe gekommen.“ Von nun an plant das Paar öfter stromfreie Tage einzuführen. „So wird die Zeit viel lebensintensier!“

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