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Politik - Kärnten
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Meinung der FPÖ

FPÖ-Darmann: Gesundheitsplan bringt Risiken für Patienten

Klagenfurt – „Der neue Gesundheitsplan, den SPÖ-Gesundheitsreferentin Beate Prettner vorgestellt hat, bringt massive Risiken für die Kärntner. Wenn hinkünftig viel mehr Patienten als bisher nach einem tagesklinischen Eingriff nach Hause entlassen werden, stellt sich die Frage, wer diese frisch Operierten zuhause versorgen wird“, warnen FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Mag. Gernot Darmann und Gesundheitssprecher Harald Trettenbrein.

 2 Minuten Lesezeit (251 Wörter) | Änderung am 21.12.2019 - 14.12 Uhr

Sie befürchten, dass das Konzept, nicht zu Ende gedacht sei. „Man kann 200 Spitalsbetten nicht abbauen, solange die ambulante Versorgung durch niedergelassene Allgemeinmediziner und mobile Pflegekräfte nicht bedeutend verbessert wurde. Fünf primäre Versorgungszentren werden dafür nicht reichen. Es stellt sich auch die Frage, ob die Ärzte in diesen Zentren Hausbesuche machen werden und ob in diesen Einrichtungen auch Pflegekräfte tätig sein werden, welche die Patienten zuhause aufsuchen. Was ist an den Wochenenden, wenn die primären Versorgungszentren geschlossen sind“, fragt Darmann.

Mehr Augenmerk auf Pflegegeld

“Dringend notwendig wäre auch, dass die mobilen Pflegedienste ausgebaut werden, damit auch sie frisch Operierte versorgen können. Derzeit wäre dies für die Patienten unfinanzierbar, weil die Stundentarife so hoch sind und diese überdies darauf basieren, dass Pflegegeld bezogen wird. Viele aus dem Spital Entlassene haben kein Pflegegeld“, so Darmann.

Positiv sei laut FPÖ, dass die SPÖ-ÖVP-Landesregierung die jahrelange Kritik der FPÖ an der Unterversorgung durch niedergelassene Kassenfachärzte bestätigt und endlich neue Stellen schaffen will.

Ärztemangel in Kärnten

Harald Trettenbrein weist darauf hin, dass die Situation bei den Fachärzten für Kinderheilkunde, Gynäkologie, Neurologie und Psychiatrie besonders dramatisch sei. Salzburg, das weniger Einwohner als Kärnten hat, verfüge über mehr Kassenfachärzte, Tirol habe 65 Stellen mehr. Sogar das um 40 % bevölkerungsschwächere Vorarlberg habe mehr Kinderärzte, Internisten, Neurologen/ Psychiater. Mit den zusätzlichen 15 Stellen bis 2025 werde die Unterversorgung nur teilweise wettgemacht, erklären Darmann und Trettenbrein abschließend.

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