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Politik - Kärnten
An Kärntens Schulen und Kindergärten gäbe es laut Kaiser kein Problem mit Kopftüchern, da respektvoll mit den Schülerinnen und Eltern gesprochen werde.
SYMBOLFOTO An Kärntens Schulen und Kindergärten gäbe es laut Kaiser kein Problem mit Kopftüchern, da respektvoll mit den Schülerinnen und Eltern gesprochen werde. © fotolia 91354054

SPÖ kritisiert erneute Debatte:

Kaiser klar gegen Ausweitung des Kopftuch­verbots

Kärnten – Derzeit ist ein bekanntes Thema erneut Zentrum von hitzigen politischen Debatten: Das Kopftuchverbot an Österreichs Schulen. SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser kritisierte heute in einer Presseaussendung das Vorhaben der Regierung, ein Verbot auszuweiten. An Kärntens Schulen gäbe es nämlich keine Probleme wegen Kopftüchern.

 1 Minuten Lesezeit (223 Wörter) | Änderung am 20.01.2020 - 19.07 Uhr

Als „offensichtlich populistische Schlagzeilenheischerei“ bezeichnet Kärntens SPÖ-Landesparteivorsitzender und Landeshauptmann Peter Kaiser die neuerliche Debatte um eine Ausweitung des Kopftuchverbotes an österreichischen Schulen. Kaiser verweist daher in einer Presseaussendung vom heutigen Montag, dem 20. Jänner, auf Bundeskanzler Sebastian Kurz selbst, der noch als Integrationsstaatssekretär etwas andere Prinzipien hatte als heute, so Kaiser.

In einem Interview habe Kurz vor einigen Jahren nämlich noch davon gesprochen, dass es in einer solchen politischen Debatte weniger um die Frage eines Kopftuchverbotes gehen solle, und mehr um die Ermöglichung einer ordentlichen Ausbildung für Menschen mit Migrationshintergrund. „Leider ist von diesem vernunft- und verantwortungsbewussten Zugang des früheren Sebastian Kurz rein gar nichts mehr übrig geblieben“, heißt es in der Presseaussendung der SPÖ-Kärnten.

Respektvoller Umgang an Kärntens Schulen

Natürlich, so Kaiser weiter, dürfe aber kein Mädchen gezwungen werden, ein Kopftuch tragen zu müssen. In Kärntens Schulen sei das, laut dem Landeshauptmann, ebenso wie im Kindergarten kein Thema. „Sollte einmal ein Mädchen mit Kopftuch im Unterricht erscheinen, werde das respektvoll mit den Eltern besprochen“, heißt es in der Presseaussendung der SPÖ-Kärnten.

„Als Einzelmaßnahme wird ein derartiges Verbot gar keine Probleme lösen“, kritisiert Kaiser. Er fordert umfassende Inklusionsmaßnahmen, die von der Bundesregierung geplant umgesetzt und wirksam gemacht werden müssten.

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