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Politik - Villach
Durch zahlreiche Aktionen wurde versucht, gegen die Schließung der MNS Bad Bleiberg vorzugehen.
Durch zahlreiche Aktionen wurde versucht, gegen die Schließung der MNS Bad Bleiberg vorzugehen. © Gmd Bad Bleiberg

Starke Kritik für Schulschließung

„Schließung der NMS Bad Blei­berg ist Aus­höhlung des ländlichen Raumes“

Bad Bleiberg – Wie bereits berichtet, wird der Standort der NMS-Expositur Bad Bleiberg wird ab dem Jahr 2021 aufgelassen. Von vielen Seiten hagelt es für diesen Entschluss Kritik. „Es wird zwar ständig die Stärkung des ländlichen Raumes versprochen, das Gegenteil wird jedoch praktiziert“, zeigt sich Kärntens FPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Dieringer-Granza enttäuscht.

 2 Minuten Lesezeit (265 Wörter) | Änderung am 14.02.2020 - 16.27 Uhr

Unterschriftenlisten, unzähligen Schreiben, Besprechungen mit dem Land Kärnten, der Bezirkshauptmannschaft Villach oder dem Schulgemeindeverband – keiner dieser Maßnahmen konnte die Schließung der NMS Bad Bleiberg verhindern. Im Herbst 2020 wird die letzte Klasse starten. Ab dem Jahr 2021 wird der Standort der NMS-Expositur Bad Bleiberg dann aufgelassen.

„Ein herber Schlag für Betroffene“

Enttäuscht über diesen Beschluss zeigt sich auch Kärntens FPÖ-Bildungssprecherin LAbg. Elisabeth Dieringer-Granza über die angekündigte Auflassung der Neuen Mittelschule in Bad Bleiberg. „Nach der Schließung der Musikschule, ist dies ein weiterer herber Schlag für die Betroffenen“, kritisiert Dieringer-Granza das Vorgehen scharf.

„Es wird zwar ständig die Stärkung des ländlichen Raumes versprochen, das Gegenteil wird jedoch praktiziert“, zeigt Dieringer-Granza, die sich stetig für die Beibehaltung der Schulstandorte im ländlichen Raum einsetzt, auf. Es sei bitter, dass sich LH Kaiser und die Bildungsdirektion offensichtlich immun für die Anliegen und Bedürfnisse der Schüler und Eltern zeigen. „Denn wertvolle Zeit werden diese Schüler künftig im Bus oder in der ‚Nachmittagsbetreuung‘ verbringen“, so die freiheitliche Bildungssprecherin.

„Kinder werden zum Pendeln gezwungen“

Dieringer prangert aber auch die doppelbödige Haltung der ÖVP an, die landauf und landab mittels Werbetouren der Bevölkerung erklärt wie wichtig die Stärkung des ländlichen Raumes ist. „Wenn es darauf ankommt, wird jedoch jede Entscheidung mitgetragen“, so Dieringer-Granza. Mit solchen Maßnahmen befeuere man die Abwanderung. „Unsere Kinder werden schon in jungen Jahren zum Pendeln gezwungen. Es darf daher niemanden wundern, wenn sie bzw. ihre Eltern dann gleich den Zentralraum vorziehen“, mahnt Dieringer.

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