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Politik - Klagenfurt
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Kritik am Kärntner-Pflege-System:

Darmann: „Mobile Pflege ist in Kärn­ten viel zu teuer“

Kärnten – Aktuell kritisiert der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Gernot Darmann das Kärntner-Pflege-System. Laut dem Freiheitlichen sei vor allem die mobile Pflege in Kärnten viel zu teuer. Dabei bezieht er sich auf den aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofes zur „Pflege in Österreich“.

 2 Minuten Lesezeit (283 Wörter)

Wie der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Klubobmann Gernot Darmann in seiner aktuellen Presseaussendung erklärt, zähle Kärnten bei der mobilen ambulanten Pflege zu den Bundesländern mit den höchsten Tarifen. Dies führe, laut dem Freiheitlichen dazu, dass vergleichsweise nur wenige Betroffene die ambulante Hilfe durch mobile Dienste in Anspruch nehmen würden. Dadurch würden zwei negative Aspekte entstehen. „Zum einen werden die Menschen dazu gedrängt, in ein Pflegeheim zu gehen, weil sie sich die Pflege zu Hause nicht leisten können. Zum anderen bleiben rund 20.000 Pflegebedürftige ohne jede Unterstützung“, fasst der Klubobmann die Kärnten betreffenden Ergebnisse des BRH-Berichtes zusammen.

„Die niedrigsten Pensionen, aber die höchsten Pflegekosten“

Darmann verweist darauf, dass laut Bundessrechnungshof nur 28 Prozent aller Kärntner Pflegegeldbezieher ambulante Hilfe durch mobile Dienste erhalten würden. Den Grund sieht der Freiheitliche bei den Pflegekosten. Wie Darmann erläutert, müsse eine Kärntnerin […] mehr als doppelt so viel zahlen, wie eine Salzburgerin oder Oberösterreicherin. „Die Kärntner haben die niedrigsten Pensionen, müssen aber mit Burgenland und Steiermark die höchsten Pflegekosten bezahlen“, stellt er fest.

„Kärntner können 24-Stunden-Betreuung nicht finanzieren“

Auch der Anteil von Heimbewohnern in den niedrigsten beiden Pflegestufen sei vergleichsweise hoch.  „Die Betroffenen könnten noch Zuhause versorgt werden, aber sie können es sich nicht leisten“, erläutert der Freiheitliche. Dasselbe zeige die Tatsache, dass vergleichsweise wenige Kärntner eine 24-Stunden-Betreuung beanspruchen würden. „Viele Menschen bevorzugen diese, können sie aber nicht finanzieren. Andere Bundesländer gewähren längst zusätzliche Förderungen für diese Versorgungsart“ verweist Darmann. Er fordert nun, dass „die Fehlentwicklung in der Pflege in Kärnten […] gestoppt werde“.

 

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