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Politik - Klagenfurt
© Bettina Nikolic

Vorlesungen zum „Mythos Kärnten“

Uni-Vortrags­reihe erntet scharfe Kritik von der FPÖ

Klagenfurt – An insgesamt 15 Terminen bietet die Universität Klagenfurt im Sommersemester eine Ringvorlesung mit Beiträgen hiesiger und auswärtiger Wissenschaftler zum Thema "Mythos Kärnten" an. Die Veranstaltungsreihe ist öffentlich zugänglich. Doch nicht alle sind davon begeistert: "Ein guter Teil der 15 Vorträge [...] dient nur dazu linken Kräften eine Bühne zur Beschimpfung Kärntens zu liefern“, kritisiert Kärntens FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann.

 2 Minuten Lesezeit (310 Wörter)

„Gehen in Kärnten die Uhren anders als in den restlichen Bundesländern Österreichs? Spätestens beim dramatischen Abgang Jörg Haiders stellte man sich diese Frage auch im Ausland. Die Vorstellungen von einem Besonders- und Anders-Sein Kärntens ist zu einem Klischee geworden, im Laufe eines Jahrhunderts sind Fakten, Halbwahrheiten und pure Erfindungen zu etwas gefroren, das man als einen Mythos bezeichnen kann.“ So wird die Veranstaltungreihe beschrieben, welche mit 4. März in der Alpen-Adria-Universität startet. An insgesamt 15 Terminen bietet die Universität im Sommersemester eine Ringvorlesung mit Beiträgen hiesiger und auswärtiger Wissenschaftlern zum Thema „Mythos Kärnten“. Die Veranstaltungsreihe ist öffentlich zugänglich.

Start ist am 4. März

Die Reihe wird am 4. März 2020, um 17.30 Uhr mit einleitenden Worten durch Landeshauptmann und Kulturreferenten Peter Kaiser, Rektor Oliver Vitouch, den Leiter der Kulturabteilung Igor Pucker und die Vorständin des Robert-Musil-Instituts/Kärntner Literaturarchiv Anke Bosse gestartet. Im Rahmen dieses Termins wird Valentin Inzko den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „100 Jahre Mythos Kärnten“ halten.

Kritik von der FPÖ

Doch nicht alle sind von der Veranstaltungsreihe begeistert. Kärntens FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann sieht darin eine Plattform, die „linken Kräften eine Bühne zur Beschimpfung Kärntens liefert“. Der Klubobmann erkenne darin einen Missbrauch von Steuergeld, „weil die Honorare für Organisation und Referenten aus dem vom Bund gewährten Lehrbudget der Uni und aus Bundessubventionen für das Institut finanziert werden“. Vor allem der Vortrag von Karsten Krampitz, am 29. März 2020, ist dem Freiheitlichen ein Dorn im Auge. Krampitz referiert zu dem Thema „Der einzige Antifaschist in Kärnten ist eine Linkskurve in Lambichl. Zum Mythos Haider“. „Schon der Titel seines Auftrittes sei menschenverachtend und pietätlos gegenüber einem Politiker, der schon 12 Jahre tot ist“, betont Darmann. Für ihn sei die Vortragsreihe „ein unwürdiger Umgang mit dem Thema Volksabstimmung“.

 

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