fbpx

Zum Thema:

28.04.2020 - 17:34Bunte Trachten Masken erfreuen sich großer Beliebt­heit27.04.2020 - 12:09Lagana wird heuer einen „Hauskirchtag“ feiern23.04.2020 - 16:07Hypnoseexperte Markus Engl ist „der Engel in Krisenzeiten“
Leute - Kärnten
Auch in Asien war der Kärntner unterwegs.
Auch in Asien war der Kärntner unterwegs. © Mario Silly

Wenn der Traum von der Weltreise platzt

Kärntner sitzt in Neuseeland fest

Kärnten – Wie ist es, wenn man sich gerade jetzt, in Zeiten der Coronakrise, auf Weltreise befindet? Sollte man seinen großen Traum aufgeben und nach Hause fliegen? Oder einfach abwarten, bis sich die Lage wieder beruhigt hat? Der Kärntner Mario Silly ist seit März 2019 unterwegs und hat auf seiner Reise schon einiges gesehen. Die Coronakrise macht ihm jetzt jedoch einen Strich durch die Rechnung, dagegen ankämpfen oder aufgeben?

 2 Minuten Lesezeit (288 Wörter) | Änderung am 22.03.2020 - 19.41 Uhr

Ziel seiner Reise war es, 50 verschiedene Länder zu erkunden. Eine Zeit lang funktionierte dieses Vorhaben sehr gut – bis zum Ausbruch des Coronavirus. Jetzt stellt er sich seit Wochen die Frage, wie er seinen Traum weiterleben kann und ob es vielleicht nicht doch besser ist, die Heimreise anzutreten. Derzeit hält er sich noch in Neuseeland auf: „Die Rückholaktion habe ich ausgeschlossen, weil ich mir gedacht habe, ich muss ja weiter düsen. Ich will einfach nicht akzeptieren, dass es jetzt vorbei ist…“, so Mario.

Andere Länder andere Sitten

Gesehen hat er auf seiner Reise seit Silvester 2020 vor allem auch, wie die unterschiedlichen Länder auf das Virus reagieren. Zum Jahresbeginn gab es beispielsweise in Taiwan schon Fiebermessungen, in Japan wurde im Jänner nur über die Olympischen Spiele gesprochen, in Vietnam hingegen wurden überall gratis Schutzmasken verteilt. Am Flughafen in Kambodscha bekam Mario ein Schild mit seiner Körpertemperatur um den Hals gehängt. In Korea wurde alles vom Militär bewacht und kontrolliert, ganz anders in Thailand und Singapur, wo man mit der Situation relativ entspannt umging. „Meine Freunde telefonieren gern mit mir, weil ich nicht nur über das Virus erzählen kann. Andererseits bekomme ich aber auch Anfeindungen, weil ich noch am Reisen bin“, so Mario. Auf die Frage, ob er nicht doch bald nach Österreich zurückkehren wolle, antwortete er gestern, am 20. März 2020: „Neuseeland ist nicht Mallorca, eine Rückreise dauert aktuell Tage und wahrscheinlich muss ich sieben Mal umsteigen, das ist mir jetzt viel zu riskant“.

Update: Nachdem jedoch auch Neuseeland heute, am 21. März 2020, die Sicherheitsmaßnahmen weiter verstärkt hat, will er doch versuchen, nach Hause zu kommen. Wir wünschen ihm alles Gute und eine sichere Heimreise!

Kommentare laden
ANZEIGE