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© Zoomers

Online lernen

Eigeninitiative: Die „Zoomers“ lernen ge­meinsam statt einsam

Klagenfurt – Als vorige Woche die Schulen geschlossen wurden, hatte Lehrerin und Mutter Andrea Zidej beschlossen ein paar Kinder aus der zweiten Klasse Volksschule ihres Sohnes online zu unterrichten. Für das Online-Lernen wird ein Computer, ein Tablet oder ein Smartphone, eine Internetverbindung und die App Zoom benötigt.

 3 Minuten Lesezeit (430 Wörter) | Änderung am 26.03.2020 - 08.02 Uhr

In dieser schwierigen Zeit ist es lustiger gemeinsam statt einsam zu lernen, das dachte sich vor einigen Tagen Andrea Zidej, Mutter und Lehrerin an der Pädagogische Hochschule Kärnten. Sie hat sich dafür entschieden mit sieben Kindern – ihrem Sohn und 6 Mitschüler/innen – via Zoom eine Plattform aufzuziehen, bei der sie sich täglich treffen und den Unterricht wie in der Schule fortführen können. Eltern und Schüler sind begeistert.

Zoom & sieben kleine Zwerge

Benötigt wird dafür ein Computer, ein Tablet oder ein Smartphone und Internet. Bei zoom.us registriert man sich kostenlos – momentan (wegen Covid-19) wird es für Schulen gratis und ohne Zeitlimit zur Verfügung gestellt.  „Um ca. 7.45 Uhr schicke ich den sieben Kindern (d.h. natürlich den Eltern) aus der Klasse meines Sohnes die ID-Nummer und das Kennwort und bis 8 Uhr loggen sich alle Kinder ein“, erzählt uns die Mutter. „Ich habe alle Kinder der Klasse meines Sohnes gefragt, aber nur diese sieben Eltern haben sich entschieden, dass ihre Kinder mitmachen. Mehr als 7 bis 8 Kinder sind aber auch nicht wirklich ideal“, verrät uns die Lehrerin.

Kreativer Unterricht

Um 8 Uhr beginnt dann der Unterricht. Zoom bietet außer „normalen“ Gesprächen noch viel mehr. „Dank der zahlreichen Bücher, die momentan auch online zur Verfügung gestellte werden, ist es möglich, eine Buchseite aufzuschlagen, alle Kinder können mitschauen und dann beispielsweise einen Text abschreiben“, zeigt sich die Mutter begeistert. Zusätzlich kann man aber auch jede Word-Seite öffnen und es den Kindern ermöglichen mitzuschauen. „Somit können Rechenschritte aufgeschrieben und gleichzeitig erklärt werden“, so die Lehrerin. Es ist auch möglich Videos einzuspielen oder e-learning – online Übungen zu gestalten. „Die App ist extrem einfach und bedienerfreundlich.“

Rücksicht auf andere

„Was mir auffällt ist, dass Kinder zu Hause mehr Ruhe haben und sich besser konzentrieren können“, erfahren wir. „Zudem warten die Kinder bis alle fertig sind, was die soziale Kompetenz stärkt.“ Zwischen den Unterrichtseinheiten gibt es als Auflockerung Bewegungsspiele, englische und deutsche Lieder. „Natürlich bekommen die Kinder auch Hausübung. Diese halten sie dann immer zum Bildschirm und ich lese sie mir durch“, sagt die Lehrerin.

Kontakt halten

Weiterer positiver Effekt: Die sozialen Kontakte bleiben. Auch wenn die Krise noch länger dauert. „Die Kinder sehen sich täglich (außer am Wochenende). Und wenn sie wollen, können sie sich via zoom auch privat treffen und tratschen – oder sich gegenseitig zeigen, was sie im Garten machen.“

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