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Wirtschaft - Kärnten
© pixabay

,,Fahrpläne zum wieder Hochfahren'' werden nächste Woche vorgestellt.

,,Betriebe sollen gerettet werden, die Wirtschaft muss weitergehen“

Kärnten/ Wien – Bei der heutigen Pressekonferenz wurde vor allem über die österreichische Wirtschaft gesprochen. Vizekanzler Kogler sprach davon das vor allem im Arbeitsleben, im wirtschaftlichen Leben und im Sozialleben tiefe Einschnitte und Entbehrungen hingenommen werden mussten. Die anwesenden Minister klärten über Zahlen, Fakten und Hilfspakete zu dieser Thematik aus. 

 6 Minuten Lesezeit (722 Wörter)

Bei der heutigen Pressekonferenz mit Vizekanzler Werner Kogler, Finanzminister Gernot Blümel, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich Harald Mahrer wurde außerdem bestätigt, das nächste Wochen ,,Fahrpläne zu einem langsamen Hochfahren“ vorgestellt werden sollen.  Der Vizekanzler Werner Kogler sprach heute von der größten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg. Dementsprechend sollen Maßnahmen eingeleitet werden, die viele Menschenleben retten sollen. Gleichzeitig soll soviel wirtschaftliches Leben wie möglich und sinnvoll zugelassen werden auch wenn dies nicht in allen Bereichen möglich sein wird.

Die Pressekonferzent im Kurzüberblick

  • Kogler: Stellt neuen Fonds vor und will ,,den Blutkreislauf der Wirtschaft nicht zum stoppen bringen“
  • Blümel: Spricht über die einzelnen Pakete und den Start der zweiten Phase am 16. April 2020
  • Schramböck: Hat mit Betrieben gesprochen und möchte sicherstellen, dass niemand auf seinen Kosten sitzen bleibt
  • Mahrer: Spricht über beispiellose Pakete und bedankt sich bei Österreich

Neuer Corona-Hilfsfonds als Überbrückungshilfe

Eine Überbrückungshilfe soll jenen Betroffenen zukommen, die das wirklich brauchen. Bisher wurden die Kurzarbeit und die Härtefallfonds eingeführt. Nun sollen die neuen Corona-Hilfsfonds mit 15 Milliarden Euro dotiert sein. Einerseits um die Engpasslage bei Liquiditätsengpässen zu überbrücken, außerdem sollen Schäden, die entstehen mit einem Zuschuss ersetzt werden. ,,Wir wollen den Blutkreislauf der Wirtschaft nicht zum stoppen bringen“, so Kogler.

Der Staat will auch 90% der Kredite garantieren. Die Zuschüsse werden sich an den Umsatzeinbrüchen messen. Es soll für ein Jahr einen Auszahlungsstopp geben, was die Dividendenauszahlungen angeht. Es sollen vorerst auch keine Boni mehr an Vorstandsmitgleider ausgezahlt werden. ,,Wir wollen den Wirtschaftsbetrieb über diese Krise drüber retten und dann wo es geht durchstarten. Bei vielen wird es auch ein Neustart sein. Wenn wir Einzelnen helfen, helfen wir auch dem Ganzen“, schließt Kogler.

,,Ein Schutzschirm für Österreich“

Finanzminister Blümel meint das oberstes Ziel sei es die Gesundheit zu sichern, Arbeitsplätze zu sichern und zu schauen, dass der Standort über die Krise kommt, sodass Österreich danach durchstarten kann. ,,Es wurde ein 38 Milliarden schwerer Schutzschirm über Österreich gespannt“, so Blümel.

Härtefallfonds bilden die erste Phase. Sie sichern eine rasche Hilfe für Menschen, die bis zu 100% Umsatzausfall hinnehmen müssen. Dieser Fonds wurde bis dato 11.000 Mal beantragt. 100 Millionen Euro sind bereits ausbezahlt worden. Die zweite Phase startet mit 16. April. Ein sogenannter Umsatzentgang kann eingereicht werden. Hier werden mit bis zu maximal 2000 Euro für maximal drei Monate ersetzt.

,,Niemand soll auf den Kosten sitzen bleiben“

Die Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck stellt fest: Die Coronakrise hat uns mit voller Wucht getroffen und als Regierung mussten wir Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit und der Wirtschaft treffen. Als Regierung sind wir Verantwortungsträger für 8 Millionen Menschen und verantwortlich dafür, dass der wirtschaftliche Wohlstand erhalten bleibt“. Sie habe bereits viele Gespräche mit Unternehmen geführt. Diese würden Liquidätssicherung und Garantien benötigen.

,,Es ist wichtig, dass man sich darauf verlassen kann, dass man nicht auf laufenden Kosten sitzen bleibt“, so Schramböck.  Beispiel können Blumengeschäft über 50% ihrer Ware nicht mehr verkaufen. ,,Wir werden diese Kosten übernehmen und der  Zuschuss bleibt steuerfrei“, meint sie weiter. Dies seien modulare Maßnahmen. Es ist mögliche einen Kredit in Anspruch zu nehmen und die Liquidität zu haben, aber am Ende des Wirtschaftsjahres nicht auf diesen Kosten sitzen zu bleiben.

Beispielloses Pakete im Vergleich zu Resteuropa

Der Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer sieht in Europa keine vergleichbaren Pakete. Die Republik erhöht die Staatsgarantien und macht es Hausbanken leichter, den Betrieben unter die Arme zu greifen, was es leichter machten soll Löhne und Gehälter auszuzahlen. Vor allem das Zuschussmodell ist besonders in Europa. Es soll jenen Betrieben helfen, die maßgeblich Umsatzeinbrüche haben. Die Einstiegsgrenze liegt bei 40% des Umsatzeingangs im Vergleich zum Vorjahr. Dies sei eine Risikoteilung, die in Europa einmalig ist.

Mahrer bedankte sich außerdem für die Zusammenarbeit. ,,Danke an die tausenden Mitarbeiter, die in den Landeskammern arbeiten, im Krisenstab, die helfen, dass Hilfslieferungen nach Österreich kommen. Verkäufer, Menschen im Bereich Elektrik, Schlüsseldienste, Bäckereien, Fleischereien und Start-ups, die auch weiterarbeiten (auch für sie soll ein Hilfspaket kommen). Danke an die Betriebe, die geschlossen halten müssen. Wir wollen euch mit diesem Paket Hoffnung und Sicherheit bieten“.

 

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