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SYMBOLFOTO © Pixabay

Es war eine Routine-Testung:

„Ich habe das Coronavirus und so fühlt sich das an.“

Kärnten – Wie fühlt sich das Coronavirus eigentlich an? Eine Frage, die sich wohl jeder von uns in der aktuellen Corona-Krise stellt. Im Gespräch mit 5 Minuten hat sie eine an Covid-19 erkrankte Krankenschwester für uns beantwortet. 

 3 Minuten Lesezeit (425 Wörter) | Änderung am 05.04.2020 - 20.40 Uhr

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es 319 gemeldete Corona-Fälle im Bundesland Kärnten (Stand 5. April, 20 Uhr). Einer dieser Fälle ist Emma*. Die 46-jährige Krankenschwester aus Unterkärnten wurde positiv auf das Covid-19 Virus getestet. „Ich arbeite in einer interdisziplinären Ambulanz und wurde routinemäßig getestet“, erzählt sie im Interview mit 5 Minuten. „Als ich das Ergebnis bekam, war es ein Schock. Ich hatte an diesem Tag Dienst und zeigte noch keinerlei Symptome. Hundert Gedanken gingen mir durch den Kopf.“

„Ich muss sofort meine Tochter anrufen“

Emmas Tochter ist ebenfalls in der Pflege tätig. „Sie machte an diesem Tag ein Praktikum in einem Altenheim. Ich hatte Angst, dass sie ebenfalls positiv sei.“ Alle engen Kontakte der Krankenschwester mussten sich natürlich ebenfalls testen lassen und begaben sich zwei Wochen in Quarantäne. „Gott sei Dank waren alle Testungen negativ“, ist Emma erleichtert. Währenddessen zeigten sich bei ihr erste Symptome.

„Am dritten Tag verstärkten sich die Symptome“

Bereits am nächsten Tag litt Emma unter Lungen brennen und Kurzatmigkeit. Darauf folgten Glieder- und Kopfschmerzen. „Am dritten Tag verstärkten sich meine Symptome“, berichtet die Krankenschwester. „Ich dachte einfach nur, dass ich aufpassen musste, dass ich keine Lungenentzündung bekam.“ Die 46-Jährige gurgelte regelmäßig. „Damit die Viren nicht weiter in meine Lunge absteigen konnten.“ Alle paar Stunden blies sie einen Luftballon auf, um ihre Lunge gut zu belüften, wie sie uns erklärt. Des Weiteren inhaliert Emma viel und achtet darauf genug zu trinken. „Am sechsten Tag verschwanden zudem mein Geschmack- und Geruchssinn.“ Dies dauerte laut den Angaben der Krankenschwester zirka drei Tage an.

Unterstützung kommt von Freunden und Familie

„Fieber hatte ich nie“, erzählt uns die Krankenschwester. Die Gelenkschmerzen konnte sie mit  „Parkemed“ bekämpfen. Hierbei handelt es sich um ein rezeptpflichtiges Medikament, welches schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend wirkt. Sämtliche Einkäufe und Erledigungen in der Apotheke haben Emmas Freunde sowie ihre Familie erledigt. „Ich telefoniere sehr viel mit ihnen und melde mich per WhatsApp oder SMS.“ Ansonsten lenkt sich Emma mit Quizduell, Sudoku oder dem Fernseher von der Krankheit ab.

Abstrich noch positiv

Genesen ist sie noch nicht. „Ich hatte gestern eine Kontrolle. Mein Abstrich war leider noch positiv“, berichtet sie uns. Jetzt wartet sie auf neuerliche Anweisungen vom Gesundheitsamt. Die Maßnahmen der Regierung findet Emma wichtig und sinnvoll „Ich bin stolz auf unsere Regierung, dass sie so schnell reagiert haben“, betont sie. Wo sie sich angesteckt haben könnte, weiß die Krankenschwester bis heute nicht.

*Name wurde von der Redaktion geändert

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