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Er kann Leben retten, wenn's drauf ankommt.
Er kann Leben retten, wenn's drauf ankommt. © Walter Petru
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Taxilenker & gleichzeitig Ersthelfer - ein gutes Gefühl!

Walter Petru, ein Taxler im Rettungsdienst

Villach – Tagsüber im Taxi unterwegs, nachts oft im Rettungsdienst: Der gebürtige Villacher Walter Petru erzählt, welchen Stellenwert Ersthelfer in Zeiten wie diesen haben, wie er die Corona-Krise erlebt hat und wie er persönlich mit dieser neuen Situation umgeht.

 9 Minuten Lesezeit (1185 Wörter)

Zwei Jobs, die unterschiedlicher nicht sein könnten

Tagsüber sitzt er im Taxi, nachts ist er – soferne es die Zeit zulässt – im Rot-Kreuz-Dienst tätig. „Ich fahre zwar nicht mehr jede Woche, aber wenn ich Dienst habe, dann immer mit dem gleichen Kollegen,“ erzählt der ausgebildete Rettungssanitäter Walter Petru. „Wir sind ein eingespieltes Team. Ich könnte mir keinen besseren Kollegen vorstellen.“ Weiters ist Petru Lehrbeauftragter für Erste Hilfe. Als Coach schult er seine Teilnehmer auf die nötigen Maßnahmen ein und erklärt wichtige Notfall-Schritte.

Vorbild für Taxi-Kollegen

„Ich bin schon seit 22 Jahren im Rettungs-Sanitätsdienst. In kritischen Situationen muss man schnell handeln und konzentriert sein. Es ist ein gutes Gefühl, wenn ich helfen kann“, meint Petru und ergänzt: „Das Taxi-Fahren könnte man ein wenig als Ausgleich sehen. Hier gibt es keine schlimmen Situationen, sondern vorwiegend nette Begegnungen und Gespräche mit Fahrgästen. Einen brenzligen Vorfall gab es in meiner Taxizeit nie, trotzdem fühlt man sich besser, wenn man für einen Notfall gerüstet ist und weiß, was zu tun ist.“ Walter Petru ist seit 2006 selbstständiger Unternehmer und Mitglied beim 1. Villacher Funktaxiverein. Auf die Frage, ob seine Rot-Kreuz-Tätigkeit auch Vorbildwirkung bei seinen Taxi-Kollegen zeigen würde, meint Walter: „Ja, ich denke schon. Es wurde vor kurzem von unserem Vorstand Aldin Hodzic eine tolle Aktion ins Leben gerufen. Alle Taxler unseres Vereines werden zu Ersthelfern ausgebildet. Das finde ich super!“

Walter Petru, Villacher Funktaxiverein

Alle Funktaxi-Mitglieder werden zu Ersthelfern ausgebildet!

„Da uns die Sicherheit und das Wohlbefinden der Villacherinnen und Villacher sehr am Herzen liegen, haben wir uns dazu entschlossen alle 16 Mitglieder des 1. Villacher Funktaxivereins zu Ersthelfern ausbilden zu lassen,“ erklärt Vorstand Aldin Hodzic und führt näher aus: „Wir sehen das als sehr gute und nützliche Idee, da wir 24/7 auf den Straßen unterwegs sind und oft – auch zufällig – noch vor den Einsatzkräften an Unfallorten oder bei medizinischen Notfällen eintreffen.“ Diese Aktion wird von der Stadt Villach unterstützt und gefördert. „Wir bedanken uns ganz herzlich beim Magistrat der Stadt Villach, allen voran bei Stadtrat Christian Pober,“ zeigt sich Hodzic erfreut über die Zusage.

Stadtrat Pober hält fest: „Ich finde diese Initiative großartig und möchte den Taxiverein entsprechend unterstützen. Nicht nur mir persönlich, sondern auch der Stadt Villach ist es ein Anliegen, die Sicherheit der Villacher Bevölkerung gewährleistet zu wissen. Daher übernehmen wir sehr gerne die Ausbildungskosten für den 16-stündigen Erste-Hilfe-Grundkurs. Ich freue mich, dass wir mit der Subvention unseren Beitrag dazu leisten können und wünsche allen Mitgliedern eine erfolgreiche und interessante Ausbildung.“

Wie erlebt man als Taxifahrer Corona?

„Mein erster Impuls war: Mein Gott – wie damals Tschernobyl“, sagt Walter, ohne lange nachdenken zu müssen. Auch für ihn war es ein Schockmoment, als Mitte März plötzlich alles lahmgelegt wurde. „Es war ein eigenartiges Gefühl, weil die sonst lebendige Stadt plötzlich leer wurde, kaum Bewegung da war. Für uns Taxifahrer ist der Umsatz von einen Tag auf den anderen weggebrochen. So wie für andere Unternehmer auch. Mittlerweile hat sich Walter an die außergewöhnlichen Umstände gewöhnt. „Natürlich ist es hart. Vor allem aufgrund fehlender Events, bleiben Frequenz und Wertschöpfung aus. Alleine wenn ich an die quirlige Stadt in der Kirchtagswoche denke – diese Stimmung verbreitet ein ganz eigenes Flair, das auch wir Taxifahrer spüren“, sagt Petru. Trotzdem heißt es für ihn: „Flexibel und zuversichtlich bleiben!“

Sind Fahrgäste ängstlicher geworden?

Es gelten auch im Taxi die Sicherheitsvorschriften, die einzuhalten sind. Was genau, erklärt Walter Petru: „Die Fahrgäste müssen während der Fahrt die Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Ich natürlich auch! Weiters wird der Wagen regelmäßig desinfiziert. Aber das funktioniert problemlos und wird ohne Murren konsequent befolgt.“ Die Fahrgästezahl ist langsam im Steigen begriffen, wenngleich eher zögerlich. „Ich bemerke zwei unterschiedliche Einstellungen bei den Leuten: Die einen sind übervorsichtig und eher ängstlich beim Einsteigen, die anderen nehmen die Situation zwar durchaus ernst, bleiben aber locker und sind optimistisch“, resümiert der Taxifahrer.

Wohlfühlfaktor steht ganz oben

Mir ist vor allem wichtig, dass meine Fahrgäste sich wohl fühlen. Sie sollen erst mal einsteigen, den Stress draußen lassen, durchatmen. Ich möchte, dass meine Fahrgäste sich gut aufgehoben fühlen, wenn sie in meinem Wagen sitzen,“ erläutert Petru und meint: „Man bekommt ein gutes Gespür für die Menschen. Das zeichnet einen Taxifahrer aus, denke ich.“ Walter unterhält sich sehr gerne und gibt diverse Tipps, wenn es erwünscht ist, aber er kann auch schweigen. Beides ist gefragt. „Es ergeben sich viele nette Gespräche, nicht nur mit meinen Stammgästen. Ich kann gut zuhören und wenn man sich nach ein paar Wochen wieder mal sieht, wird das Gespräch einfach dort fortgesetzt, wo man beim Aussteigen aufgehört hat.“ Diskretion ist selbstverständlich. Das wissen seine Kunden zu schätzen und das macht Walter Petru vermutlich so beliebt: Ein Mann mit großem Herz, viel Gefühl und Humor.

Walter privat

Der 47-jährige Walter Petru ist verheiratet, lebt in Finkenstein, hat keine Kinder, dafür aber einen munteren, süßen Kleinspitz. „Unser ‚Teddy‘ sorgt für Schwung – mit ihm wird’s nie langweilig“, sagt Petru. Das Haus mit schönem Garten ist für den Hund ein Paradies und für Walter eine willkommene Abwechslung, wenn er für ein paar Stunden abschalten möchte. „Ich beschäftige mich sehr gerne mit Gartenarbeit, das entspannt.“ Walter genießt ausgedehnte Spaziergänge mit seinem Hund und zwischendurch schießt er auch ganz gerne mal das eine oder andere Foto.

Mit Funktaxi sicher unterwegs

Die Fahrgäste erwartet gewohnt professioneller Service und bester Komfort in den Fahrzeugen von Funktaxi 2 88 88. NEU ist allerdings, dass künftig die Fahrgäste beruhigt einsteigen können: Alle Taxiunternehmer des Vereines werden zu Ersthelfern ausgebildet und wissen, was im Noftall zu tun ist. Als erster und einziger Villacher Taxiverein werden alle 16 Mitglieder mit den 1. Hilfe-Maßnahmen gemäß den Richtlinien des Österreichischen Roten Kreuzes professionell ausgebildet sein.

Rundum-Servicepaket

Das Unternehmen Funktaxi 2 88 88 überzeugt mit Freundlichkeit und Qualität. „Es geht nicht nur darum, unsere Fahrgäste von A nach B zu bringen, sondern um zusätzlichen Service. Wir bieten den Villacher Fahrgästen neben Botendiensten auch Zustelldienste an. In der Krisenzeit stehen wir auch gerne für Einkäufe und Besorgungen zur Verfügung“, betont Vorstand Hodzic. Oder wenn das Auto beim Starten Probleme macht, sind wir rasch zur Stelle – die Anfahrtszeit beträgt maximal 10 Minuten, garantiert! „Kundenzufriedenheit und Sicherheit stehen an oberster Stelle“, bekräftigt Hodzic. Ihr könnt ganz unkompliziert und komfortabel von zu Hause aus euer Taxi buchen. Das Online-Buchungstool Taxi Buchen funktioniert ganz leicht: Nach der Eingabe von Datum, Uhrzeit, Fahrtstrecke und Personenanzahl wird das gewünschte Taxi gewählt und die Kosten sind auf einen Blick ersichtlich. Die gratis Apptaxi.eu“ verfügt über einen Pool von 60.000 Taxis verfügt und bietet viele Vorteile.

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1. Villacher Funktaxiverein

Franz-von-Tschabuschnig-Straße 10
9500 Villach
Tel.: 04242 28888
[email protected]
www.taxi28888.at


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