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Leute - Kärnten
© Luana Lindsberger

Ein Au Pair berichtet über die Lage in Amerika:

20-jährige Risiko­patientin zurück aus Amerika: ,,Es war Wahnsinn“

Kärnten/ Amerika – Die 20-jährige Luana Lindsberger hat erst letztes Jahr die Kärntner BAfEP abgeschlossen. Danach war der Plan: Auf nach Amerika und eine andere Kultur kennenlernen. Doch dann kam Corona und alles änderte sich von heute auf morgen. Sie erzählt, wie sie die Krise in Amerika live miterlebt hat. 

 3 Minuten Lesezeit (378 Wörter)

Im Sommer 2019 ging es für die 20-jährige Absolventin der Kärntner BAfEP auf nach Amerika. Dort betreute sie als Au Pair zwei Kinder und lernte Land und Leute kennen. Der Heimflug war eigentlich erst im August 2020 geplant. Die weltweite Coronakrise zwang die 20-Jährige jedoch zum Abbruch ihres Abenteuers. Hinzu kommt, dass sie Asthma hat und als Risikopatientin eingestuft wird.

,,Die Amerikaner haben ziemlich übertrieben“

,,In Amerika waren die Leute wirklich über alle Maßen dramatisch“, meint die inzwischen heimgekehrte Luana. Als in der Firma ihrer Gastmutter eine Reinigungsfrau am Covid-19 Virus erkrankte, wurde gleich das gesamte Gebäude geschlossen und alle stiegen auf Home-Office um, erzählt sie uns. Die generelle Panik der Leute, soll man überall gespürt haben. ,,Auch in den Geschäften ging es rund. Die Leute haben mich und die jungen Kinder, auf die ich aufgepasst habe, einfach überrannt. Das war eher ein Monsterkauf, als ein Hamsterkauf“, schildert sie ihre Erfahrungen.

Turbulente Heimreise

Als die Lage dann immer bedenklicher wurde, stand die Frage im Raum, ob die junge Frau nicht langsam wieder in die Heimat zurück solle. ,,Ich hab ewig überlegt und sicher mit 100 Freundinnen und Familienmitgliedern gesprochen und mir eine Meinung eingeholt“, erzählt sie. Das Argument, dass sie die Quarantäne auf unbestimmte Zeit mit einer Familie verbringen würde, die nicht ihre eigene ist, habe sie dann überzeugt die Heimreise anzutreten.

,,Als klar war, dass ich zurück nachhause gehe, ging alles ganz schnell. Am Sonntag habe ich noch überlegt und am Dienstag saß ich im Flieger Richtung Österreich“, erinnert sich die 20-Jährige. Ihre Mutter hat extra beim Außenministerium angerufen. Auch eine polizeiliche Erlaubnis war notwendig, dass sie ihre Tochter vom Wiener Flughafen abholen und nachhause bringen durfte. Luana musste nach ihrer Ankunft natürlich zwei Wochen in Heimquarantäne.

,,Ich bin froh daheim zu sein“

,,Es ist zwar schade, aber ich bin froh, dass ich zurückgekommen bin. Ich hätte es nicht ausgehalten, wenn zum Beispiel meine Oma erkrankt wäre und ich sitze am anderen Ende der Welt. Außerdem verbringe ich die Quarantäne dann doch lieber in den eignen vier Wänden“, zieht die 20-Jährige ihr Resümee aus diesem ungewollten Abenteuer.

 

 

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