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Wirtschaft - Kärnten
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Eine Lösung wurde gefunden:

Bald dürfen wieder Betreuungs­kräfte aus dem Ausland kommen

Klagenfurt – Für die Einreise von Betreuungskräften aus Rumänien soll es nun eine Lösung geben. Das Land Kärnten wird den Betreuungskräften unter anderem ein „Tagebuch“ zur Verfügung stellen, dass sie zur gesundheitlichen Selbstbeobachtung verpflichten soll. Für Betreuungskräfte aus Kroatien wird das Land bei ihrer Einreise nach Kärnten die notwendigen Testungen durchführen.

 4 Minuten Lesezeit (502 Wörter)

Für die Einreise von Betreuungskräften aus Rumänien – sie machen die große Mehrheit in Kärnten aus – kommt die bundesweit einheitliche Regelung zum Tragen: Demnach werden von WK und Agenturen, Zugkorridore inklusive Testung in Wien und Hotelunterkunft in Wien, in Einzelzimmern und mit Verpflegung, (bis zum Einlangen der Testergebnisse) organisiert. Die Kosten dieses Paketes belaufen sich auf 279 Euro. Die Weiterreise in die Bundesländer wird von den einzelnen Agenturen übernommen. Das Land Kärnten wird den Betreuungskräften ein „Tagebuch“ zur Verfügung stellen, dass sie zur gesundheitlichen Selbstbeobachtung verpflichten soll: „Es ist wichtig, dass sich eine Betreuungskraft beim leisesten Anzeichen einer Erkrankung sofort bei ihrer Agentur meldet und isoliert wird. Das Risiko einer Infizierung ist so gering wie möglich zu halten“, betonte heute die Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Die ersten BetreuerInnen aus Rumänien werden Ende nächster Woche in Kärnten eintreffen.

,,Reibungslose Zusammenarbeit ist geplant“

Für Betreuungskräfte aus Kroatien wird das Land bei Einreise nach Kärnten die notwendigen Testungen durchführen. „Die Wirtschaftskammer informiert uns ein paar Tage im Voraus, wann und wie viele BetreuerInnen in Kärnten erwartet werden. Voraussichtlich werden die ersten am Mittwoch eintreffen. Deren Unterbringung in einem Hotel wird von der WK organisiert, das Land stellt die Testung zur Verfügung“, erklärte die Gesundheitsreferentin. „Gerade hier ist eine reibungslose Zusammenarbeit unumgänglich: Das Land muss ja die Testungen einplanen und sicherstellen, dass die Auswertung schnellstmöglich passiert“, so Prettner. Mit schnellstmöglich sind in etwa 24 Stunden gemeint.

,,Wir lassen niemanden im Stich“

„Ich habe immer gesagt: Wir lassen niemanden im Stich. Daher stehen wir seit Wochen im konstruktiven Austausch mit der Wirtschaftskammer Kärnten und dem Fachbereich der Personalbetreuungsagenturen, um gemeinsam an Lösungen für die 24-Stunden-Betreuung zu arbeiten. Nach Wochen der Unsicherheit aufgrund der sich ständig ändernden Ein- und Ausreisebestimmungen haben wir seit gestern Abend endlich Klarheit. Ich bin froh und erleichtert, dass es uns gemeinsam mit der WK schon Stunden später, nämlich heute Vormittag, möglich gewesen ist, die letzten Details zu klären“, informierte heute, am Freitag, dem 8. Mai, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner. Das zeige, „dass wir im Interesse der betroffenen Menschen konstruktiv kooperiert haben“, bestätigen auch Fachgruppengeschäftsführerin Petra Kreuzer und Irene Mitterbacher von der WK Kärnten.

500 Euro Bonus bleibt bestehen

Wie Kreuzer informierte, habe es bis dato nur wenige Abreisen von 24-Stunden-Betreuungskräften gegeben – „die große Mehrheit hat ihren Turnus verlängert. Zum einen, weil das Land dafür einen 500-Euro-Bonus ausbezahlt hat, zum anderen, weil sie in ihren Heimatländern in staatliche Quarantäne gebracht worden wären.“ Der 500-Euro-Bonus bleibt ungeachtet der neuen Einreisebestimmungen aufrecht. Er gilt einmalig (bis Ende des Jahres) für alle 24-Stunden-Betreuungskräfte, die ihren Turnus um mindestens vier Wochen verlängern. Das Antragsformular ist auf der Homepage des Landes erhältlich (unter Themen/Pflege/24-Stunden-Betreuung). Weiterhin aufrecht bleiben selbstverständlich auch die Bürgerservice-Pflege-Hotline des Landes (050 536 22 132) sowie das Pflegetelefon (0720 7 88 999, Montag bis Freitag von 10 bis 11 Uhr).

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