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Über die Grenze "geschwindelt"

Aus Deutschland zum GTI-Vortreffen: „Corona macht uns keine Angst“

Kärnten – Bereits am Freitag berichteten wir über Partystimmung bei den GTI-Vortreffen. Gestern wurden die beliebten GTI-Hotspots von der Polizei geräumt und gesperrt. Wir haben mit einem Fan der Veranstaltung gesprochen, der schon seit Jahren beim GTI Treffen feiert. So auch seine Freunde aus Deutschland, die auch heuer wieder beim Vortreffen mit dabei sind - trotz der Corona-Sicherheitsmaßnahmen. 

 3 Minuten Lesezeit (400 Wörter) | Änderung am 10.05.2020 - 11.37 Uhr

Das GTI Treffen 2020 wurde von der Gemeinde Maria Wörth auf Grund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen abgesagt. Das hinderte die vielen Autofans aber nicht daran, sich trotzdem an den beliebten Vortreffen-Orten rund um Kärntens Seen zu treffen. Bereits am Freitag herrschte Partystimmung an den GTI-Hotspots, wir haben berichtet. Gestern wurden die Plätze von der Polizei geräumt und gesperrt. Zuvor sprachen wir mit GTI Fan Markus* aus Pörtschach, der schon seit Jahren regelmäßig an der Veranstaltung teilnimmt. Auch seine Freunde aus Ingolstadt kamen heuer wieder –  trotz Corona-Sicherheitsmaßnahmen – von Deutschland über die Grenze nach Kärnten.

Keine Angst vor Corona

Seit sechs Jahren sind der Pörtschacher und seine Kumpels aus Ingolstadt bereits beim GTI-Treffen und den Vortreffen mit dabei. „Deswegen haben sie auch beschlossen, dass sie auch heuer wieder versuchen werden, nach Kärnten zu kommen“, erzählt der GTI-Fan. Gesagt, getan. Auch wenn es zwischendurch schon ein paar Zweifel gab. „Ende März waren wir uns nicht ganz sicher, ob es wirklich möglich sein wird, doch inzwischen macht uns Corona keine Angst mehr. Wir sind ja jung und gesund“, schildert Markus.

Einfach über die Grenze

Auf Whats App und in Facebookgruppen hätten Markus und seine Freunde dann mitbekommen, dass sich generell viele Leute für das Vortreffen angekündigt haben. Über die Grenze zu kommen, sei scheinbar kein Problem gewesen. „Auf der Autobahn wird ja angeblich kontrolliert, das haben meine Kumpels nicht riskiert“, erzählt der GTI-Fan. Doch auf Umwegen wäre es leicht möglich gewesen nach Österreich zu kommen.

Strafen stören sie nicht

„Die Maßnahmen sind einfach zu viel. Den Leuten geht das auf die Nerven und niemand hält sich mehr daran“, schildert Markus. Er uns seine Jungs wollen einfach Spaß haben, erzählt er uns. „Man sitzt zusammen, redet über Autos und hört Musik. Da kann eigentlich nichts passieren.“ Diese Meinung würden auch andere Besucher der Veranstaltungen teilen. „Abstand zu halten ist nicht Sinn des Treffens. Ich denke, wer wegen den Corona Maßnahmen Angst hat, kommt sowieso nicht“, so der Pörtschacher. Angst vor Strafen haben die Kumpels bei den Treffen generell nie. „Wenn man was zahlen muss, dann ist es halt so“, sagt Markus abschließend. Werden die eingereisten GTI-Fahrer erwischt, droht ihnen eine angeordnete 14-tägige Quarantäne und eine Verwaltungsstrafe, wir haben berichtet.

*Name von der Redaktion geändert

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