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Wirtschaft - Kärnten
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Filialen in Klagenfurt und Villach betroffen

Bekleidungs­kette Dressman insolvent

Kärnten – Wie der Alpenländische Kreditorenverband bekannt gibt, wurde über das Vermögen der Dressmann GmbH ein Insolvenzverfahren am Handelsgericht Wien beantragt. Betroffen sind auch Filialen in Villach und Klagenfurt.

 2 Minuten Lesezeit (299 Wörter) | Änderung am 19.05.2020 - 13.04 Uhr

Bei der Unternehmensgruppe handelt es sich um die bekannte Bekleidungskette für Männer. Das österreichische Unternehmen wurde 2014 gegründet. Es werden 165 Arbeitnehmer in ganz Österreich beschäftigt. Das Frühwarnsystem des AMS wurde bereits eingeleitet.

31 Standorte betroffen

Bei der Antragstellerin handelt es sich um die österreichische Tochtergesellschaft der internationalen Unternehmensgruppe Varner AS, welche in Österreich 27 „Dressman“-Filialen und 4 „Dressmann XL“-Filialen sowie einen Online Shop betreibt. Von der Insolvenz ist auch die Filiale in den Klagenfurter City Arkaden und dem Atrio Villach betroffen. Eine Verkäuferin der Filiale in Klagenfurt erwähnte gegenüber 5 Minuten, dass sie den Mai noch offen hätten und darauf hoffen auch im Juni noch da zu sein.

Insolvenzursachen

Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wird auf die Umsatzeinbrüche in Folge der behördlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung der COVID-19 Pandemie zurückgeführt. Die Unternehmensgruppe sowie die gesamte Textilindustrie hat mit den Auswirkungen der Umsatzverluste zu kämpfen. Nach eigenen Angaben haben die besonders weitreichenden behördlichen Maßnahmen in Österreich mit den damit einhergehenden Geschäftsschließungen zu der nunmehrigen Situation geführt. Gemäß vorgelegter Unterlagen sind von diesem Insolvenzverfahren Gläubiger mit Gesamtforderungen von 14,2 Mio. Euro betroffen.

Konsum ging zurück

Anträge auf Kurzarbeit wurden zwar vom Unternehmen als Rettungsmaßnahmen gestellt und sind diese bereits zum Großteil bewilligt, jedoch kam es noch zu keiner Auszahlung, sodass diese Maßnahmen zur Abwendung der nunmehrigen Zahlungsunfähigkeit nicht genügt haben. Hinzu kommt nach eigenen Angaben der Antragstellerin, dass das Konsumverhalten der Kunden aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage und der hohen Arbeitslosenrate zurückgegangen ist.

Keine Sanierungspläne

Es wurde kein Antrag auf Sanierung eingebracht. Eine Unternehmensfortführung wird nicht angestrebt. Das Unternehmen soll liquidiert werden.

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden.

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