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Debatte
© Bettina Nikolic

Neue Regelung

Arbeitslose sollen Einmal­zahlung in Höhe von 450 Euro bekommen

Kärnten – Wie bereits berichtet soll bei einer Regierungsklausur am 16. Juni unter anderem eine Einmalzahlung für Arbeitslose in Höhe von 450 Euro beschlossen werden. Erste kritische Stimmen zu diesem Vorhaben äußerten sich bereits aus der Kärntner Politik. Auch unsere Leser haben geteilte Meinungen zu dem Thema. Wie siehst du das? 

 3 Minuten Lesezeit (471 Wörter)
Wie mehrere Medien berichteten, soll im Zuge einer Regierungsklausur neben einem Hilfspaket für Gastronomie, Tourismus und Kultur, auch eine Einmalzahlung für Arbeitslose in Höhe von 450 Euro beschlossen werden. Vorgesehen sei diese Zahlung laut dem ORF für Menschen, die während der Corona-Krise für längere Zeit arbeitslos sind. Unter welchen genauen Voraussetzungen man eine solche Zahlung erhält, bleibt vorerst noch unklar. Seitens der Politik wurde bereits erste Kritik an den Zahlungen geäußert.

„Einmal ist zu wenig. Nettoersatzrate muss erhöht werden“

Mit der Ankündigung der Einmalzahlung von 450 Euro zeige sich laut Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) von der Bundesregierung zwar ein erstes Umdenken, dennoch gehe die Maßnahme seiner Meinung nach am eigentlichen Ziel vorbei: „Auf den ersten Blick scheint die Motivation eine Unterstützungsleistung für Arbeitslose zu schaffen, gegeben, bei näherer Betrachtung aber kann dies kein Ersatz für die von SPÖ, Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Ökonomie geforderte Nettoersatzratenerhöhung von den derzeitigen 55 Prozent auf 70 Prozent sein“, zeigt sich Landeshauptmann Peter Kaiser in einer Presseaussendung irritiert. Die Langfristwirkung der Einmalzahlung sei seiner Meinung nach kaum gegeben, denn „nur nachhaltige Unterstützungsleistungen, wie die geforderte Nettoersatzratenerhöhung schafft, was gerade für die österreichische Wirtschaft zentral ist: nämlich die Ankurbelung der heimischen Wertschöpfung.“

„Arbeitslose werden verhöhnt und mit Almosen abgespeist“

Enttäuscht zeigt sich auch Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer: „Arbeitslose sollen jetzt mit einer Einmalzahlung von 450 Euro abgespeist werden. Das ist eine Verhöhnung und alles andere als nachhaltig.“ Köfer erinnert daran, dass sich das Team Kärnten seit Wochen dafür einsetzt, dass die Nettoersatzrate von derzeit 55 auf zumindest 75 Prozent und das befristet erhöht wird. „Die 450 Euro sind für die Betroffenen nicht mehr als Almosen, die noch dazu wahrscheinlich bis September auf diese „Spende“ warten müssen“, kritisiert Köfer.

„Nur jene sollen etwas bekommen, die durch Corona ihren Job verloren haben“

Kürzlich berichteten wir bereits über das Thema. Die Meinung unserer 5 Minuten Leser scheint sich diesbezüglich zu spalten. „Fördert nur weiterhin den nicht Willen ,nur kontraproduktive Hilfsmaßnahmen durch Steuergelder finanziert! Sehr demotivierend für Arbeitslose überhaupt noch Arbeit aufzunehmen“, schreibt eine 5 Minuten Leserin zum Beispiel. „Es sollten nur jene etwas bekommen, die durch Corona ihren Job verloren haben. Und nicht die, die länger schon in der Arbeitslosigkeit sind“, findet ein weiterer Leser. „Da hat man zuerst so ein Geschrei darum gemacht, dass alle in der Pflege (unter gewissen Bedingungen) 500 Euro bekommen. Und jetzt sollen Leute fürs nichts tun 450 Euro bekommen?“, hinterfragt eine weitere Leserin.

Was ist deine Meinung?

Wäre die Einmahlzahlung von 450 Euro deiner Meinung nach gerechtfertigt? Wie sollte man die Situation deiner Meinung nach lösen? Wer hat das Recht auf eine Zahlung? Diskutiere mit der 5 Minuten Community in den Kommentaren unter unserem Beitrag.
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