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Urteil wurde gefällt

Mord an Schwangerer: Angeklagter zu lebenslanger Haft verurteilt

Kärnten – Gestern und heute, Freitag, fand der Verhandlungsprozess im "Feffernitz-Mordfall" statt. Dem Angeklagten, einen 36-jährigen Kärntner, wurde zur Last gelegt, seine schwangere Geliebte umgebracht zu haben. Er wurde heute zu Lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

 2 Minuten Lesezeit (357 Wörter) | Änderung am 19.06.2020 - 16.31 Uhr

Der Mord an einer schwangeren Mutter im August letzten Jahres erschütterte ganz Kärnten. Gestern, 18. Juni und heute, 19. Juni fand die Verhandlung am Landesgericht Klagenfurt statt. Gespannt wurde der Prozess über die Landesgrenzen hinaus mitverfolgt.

Spektakulärer Mordprozess

Dem Tatverdächtigen, einem 36-jährigen Kärntner, wurde zur Last gelegt, seine schwangere Geliebte im August des vergangenen Jahres grausam umgebracht zu haben. Laut der Anklage soll er auf sie eingeschlagen und ihr tödliche Verletzungen an Kopf und Brust zugefügt haben. Das Opfer wurde anschließend in die Badewanne gezerrt, um Spuren zu verwischen. Zwei Kinder des Opfers sollen während der Tat in einem Nebenzimmer geschlafen haben. Seit August 2019 befand sich der Angeklagte  in Untersuchungshaft. Verteidigt wurde der Kärntner von den Anwälten Manfred Arbacher-Stöger und Christine Lanschützer. Zum Richter wurde Dr. Christian Liebhauser-Karl bestimmt.

Opfer gewaltsam getötet

Wie eine 5 Minuten Redakteurin, die den Prozess live vor Ort mitverfolgte schildert, zeigte sich der Angeklagte während der Verhandlung emotionslos. Am heutigen zweiten Pozesstag wurden vorwiegend Gerichtsmediziner und Sachverständige sowie Kriminalbeamte in den Zeugenstand gerufen. Die Beweise gegen den Kärntner waren erdrückend. Ein Gerichtsmediziner schilderte die grauenvollen Tatsachen und legte Beweisbilder des Tatortes vor. Zu sehen war das gewaltsam getötete Mordopfer. Selbst nach der stumpfen Gewalteinwirkung dürfte das Opfer nach Aussagen des Gerichtsmediziners noch am Leben gewesen sein. Der Täter habe die Schwangere dann unter das Wasser gedrückt, wodurch sie verstarb. Das Bewusstsein des Opfers dürfte durch die Gewalteinwirkung bereits eingeschränkt gewesen sein.

Lebenslange Haftstrafe

Der Angeklagte plädierte bis zu letzt auf „nicht schuldig“. Vor wenigen Minuten wurde das Urteil verkündet. Von den acht Geschworenen wurde der Angeklagte einstimmig schuldig gesprochen. Der 36-jährige Kärntner wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Es wurde sofortige Berufung eingelegt, damit ist das Urteil nicht rechtskräftig. Anwalt Manfred Arbacher-Stöger, der Verteidiger des Angeklagten, verließ das Gericht noch vor der Urteilsverkündung und trat seine Heimreise an, schildert eine 5 Minuten Redakteurin, die den Prozess vor Ort mitverfolgte.

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