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Politik - Kärnten
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Entschließungsantrag gestellt

Rasche Hilfe für Marktfahrer gefor­dert: „Viele Existenzen stehen vor dem Aus“

Kärnten – Nachdem in letzter Zeit zahlreiche volkskulturelle Veranstaltungen in Kärnten abgesagt wurden, hat die FPÖ heute im Nationalrat eine Initiative zur raschen Hilfe für die betroffenen Marktfahrer und Fieranten gesetzt. "Die jahrhundertelange Tradition der Marktfahrer ist bedroht", warnen FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann und Nationalratsabgeordneter Erwin Angerer.

 3 Minuten Lesezeit (437 Wörter) | Änderung am 07.07.2020 - 19.38 Uhr

Im Zuge der heutigen Nationalratssitzung standen viele Gesetzesbeschlüsse im Zusammenhang mit den Auswirkungen der COVID-19-Krise auf der Tagesordnung. Der freiheitliche Wirtschaftssprecher NAbg. Erwin Angerer begrüßte grundsätzlich das Konjunkturstärkungsgesetz, mahnte aber gleichzeitig ein, nicht auf jene Berufsgruppen zu vergessen, die besonders stark von den Corona-Folgen betroffen sind. „Dass nun endlich Maßnahmen getroffen werden, um die Konjunktur anzukurbeln, ist ein längst überfälliger Schritt. Wie bei den meisten Hilfspaketen ist auch dieses wieder nur halb durchdacht und viele bleiben auf der Strecke, wie beispielsweise die unzähligen Marktfahrer in Österreich“, so Angerer.

FPÖ fordert rasche Hilfe 

Der Kärntner FPÖ-Landesparteichef Gernot Darmann hat bereits vergangene Woche zur raschen Hilfe für alle Fieranten von der Bundesregierung einen sofortigen Fixkostenzuschuss und seitens der Landesregierung die Einrichtung einer Kärntner Brauchtumsstiftung gefordert. „Österreichweit sind rund 4.800 Marktfahrer von enormen Umsatzeinbußen aufgrund der Absage zahlreicher Märkte und Veranstaltungen betroffen. Für die Marktfahrer stellen Märkte oft die einzige Einnahmequelle dar, da ist auch die Erhöhung der erlaubten Personenanzahl bei Großveranstaltungen keine Hilfe. In Kärnten wurde beispielsweise der Wiesenmarkt in Bleiburg bereits abgesagt. Seit 1393 hat dieser regelmäßig sogar in Kriegszeiten stattgefunden. Nun wird der Markt erstmalig ausgesetzt, da laut der Lockerungsverordnung eine Veranstaltung über 200 Personen nur mit bestuhlten Plätzen erlaubt und generell Veranstaltungen über 10.000 Besucher verboten bleiben. Der Bleiburger Wiesenmarkt zählt rund 30.000 Besucher täglich und wird somit von der Regierung heuer verboten, was vielen Marktfahrern eine wichtige Einnahmequelle verschließt“, erklärt Darmann.

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„Es kann daher nicht sein, dass Marktfahrer derart stark in ihrer Unternehmerschaft benachteiligt werden, obwohl sie der Situation hilflos und unverschuldet ausgesetzt sind“, kritisiert FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann.

„Es kann daher nicht sein, dass Marktfahrer derart stark in ihrer Unternehmerschaft benachteiligt werden, obwohl sie der Situation hilflos und unverschuldet ausgesetzt sind“, kritisiert FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann. - © FPÖ

„Existenz der Marktfahrer bedroht“

„In Kärnten, wo auch die Durchführung des Wiesenmarktes in St. Veit auf der Kippe steht, sehen 270 Marktfahrer ihre Existenz bedroht, obwohl diese bereits unzählige Konzepte ausgearbeitet haben, die ein Arbeiten unter Einhaltung der Corona-Bestimmungen ermöglichen würden. Die Lieferanten halten sich an alle Sicherheitsvorgaben, die von der schwarz-grünen Regierung gepredigte Eigenverantwortung liegt natürlich bei den Besuchern. Es kann daher nicht sein, dass Marktfahrer derart stark in ihrer Unternehmerschaft benachteiligt werden, obwohl sie der Situation hilflos und unverschuldet ausgesetzt sind. Wir haben daher heute im Parlament einen Entschließungsantrag eingebracht, um den heimischen Marktfahrern finanzielle Hilfe zur Abdeckung der Fixkosten und des Umsatzausfalls zukommen zu lassen. Wir können nur hoffen, dass Schwarz und Grün diesen nicht ablehnen und die Dringlichkeit dieses Problems nicht erst wieder Wochen später erkennen, wenn viele Marktfahrer nicht mehr existieren“, betont Angerer.

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