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Wirtschaft - Kärnten
Landesrat Daniel Fellner mit dem Gurker Bürgermeister Siegfried Kampl.
Landesrat Daniel Fellner mit dem Gurker Bürgermeister Siegfried Kampl. © Fischer/Stirn

Umfangreiche Maßnahmen geplant:

5,33 Millionen Euro: Neue Hochwasser­schutz­maßnahmen in Gurk

Gurk – Im November 2019 kam es in der Marktgemeinde Gurk zu mehreren Hochwässern und Überflutungen. Um für erneute Überflutungen gewappnet zu sein, werden in Gurk nun Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für Anrainer und das Gewässer gesetzt.

 2 Minuten Lesezeit (351 Wörter)

„Im vergangenen November, als das Unwetterereignis Detlef über Kärnten tobte und eine Spur der Verwüstung durch das Land zog, konnte die Marktgemeinde Gurk ausschließlich aufgrund der vorausschauenden Arbeit des Krisenstabes mittels temporärer Hochwasserschutzmaßnahmen geschützt werden“, rief der Referent für Wasserwirtschaft, Landesrat Daniel Fellner, am heutigen Montag, dem 13. Juli, im Rahmen eines Lokalaugenscheins bei den Arbeiten für die Hochwasserschutzmaßnahmen in Gurk, die dramatischen Stunden in Erinnerung.

Für nachhaltige Sicherheit

Laut Gefahrenzonenplan kommt es im Ortsbereich von Gurk bei einem Hochwasserereignis mit 100-jährlicher Auftrittswahrscheinlichkeit (HQ100) zu großflächigen Vorlandabflüssen. Bei einem 30-jährlichen Hochwasser wären 53 Objekte, bei einem 100-jährlichen Hochwasser 72 Objekte und bei einem 300-jährlichen Hochwasser 79 Objekte betroffen. „Um die Gurk im Falle von Unwetterereignissen nachhaltig sicherer zu machen, und Einwohnerinnen und Einwohner samt Gebäuden zu schützen, werden nun die neuen Hochwasserschutzmaßnahmen realisiert“, so Fellner.

Umfangreiche Maßnahmen geplant

Geplant sind umfangreiche Maßnahmen, beispielsweise die Erneuerung der bestehenden Holzbrücke flussauf des alten Standortes sowie die Herstellung einer Ersatzbrücke im Ortszentrum. Rechts- und linksufrig wird das Vorland zur besseren hydraulischen Durchströmung „aufgeweitet“. Darüber hinaus wird ein hochwassersicheres Verschlussorgan beim Kraftwerk Schuster errichtet: Damit wird verhindert, dass große Teile des Ortsteiles „Sandboden“ bei einem HQ100 überflutet werden. Weiters werden Erddämme errichtet, beziehungsweise die bestehende Schutzmauer saniert/erneuert.

Bundesministerium übernimmt Großteil der Kosten

„Mit den Hochwasserschutzmaßnahmen in der Marktgemeinde Gurk können der Ortsbereich Gurk und die gefährdeten Siedlungsbereiche besser vor der Naturgefahr Wasser geschützt werden. Gleichzeitig wird die Gurk ökologisch verbessert. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus stellt dafür den Großteil der Finanzierung, nämlich 4,51 Millionen Euro zur Verfügung“, stellt die zuständige Bundesministerin Elisabeth Köstinger fest.

Fertigstellung 2026 geplant

Der Start des zweiten Bauabschnitts ist im Frühjahr 2024 geplant. Die vollständige Umsetzung der geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen soll voraussichtlich bis 2026 erfolgen.
Die Projektsumme beläuft sich auf insgesamt 5,33 Millionen Euro, der Anteil des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus beträgt 4,51 Millionen Euro (84,7%).

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