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Aktuell - Villach
Das Lokal
Das Lokal "Lederergasse 29" ist vorübergehend geschlossen. © KK

Villacher Wirt mit Corona infiziert

„Die Sicherheit meiner Gäste ist mir das Wichtigste“

Villach – Ein Villacher Wirt wurde heute positiv auf das Coronavirus getestet. Sein Lokal hat er als Vorsichtsmaßnahme vorübergehend geschlossen. Auch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden getestet. "Die Sicherheit meiner Gäste ist mir am Wichtigsten", erzählt der Gastronom im Interview. 

 4 Minuten Lesezeit (566 Wörter) | Änderung am 06.08.2020 - 00.05 Uhr

Heute Nachmittag meldete das Land Kärnten acht Corona-Neuinfektionen. Davon stammen insgesamt vier infizierte Personen aus den Bezirken Villach bzw. Villach-Land, die sich auf einer privaten Gartenparty am 31. Juli angesteckt haben. Unter ihnen befindet sich auch ein Villacher Gastronom. Im Gespräch mit 5 Minuten erzählt er, was dies nun für sein Lokal und die Lokalgäste bedeutet.

„Sicherheit von Mitarbeitern und Gästen liegt mir am Herzen“

„Nachdem ich heute erfahren habe, dass ich positiv auf Corona getestet wurde, habe ich sofort die nötigen Maßnahmen gesetzt und mein Lokal geschlossen“, erzählt der Betreiber des Lokals „Lederergasse 29“ auf Anfrage von 5 Minuten. Für den Gastronom war dies selbstverständlich. „Ich habe eine Verantwortung gegenüber meinen Gästen, ihre Sicherheit ist mir am Wichtigsten“, so der Villacher. Nachdem er von den Behörden erfahren hatte, dass sich eine positiv getestete Person unter seinen Lokalgästen befand – die selbe Person war auch auf der besagten Gartenparty – hat er sofort alle wichtigen Schritte in die Wege geleitet und sich testen lassen. „Dazu habe ich mich freiwillig entschlossen, weil mir die Sicherheit meiner Mitarbeiter und Gäste sehr am Herzen liegt“, so der Wirt. Er selbst zeige keine Symptome. „Ich fühle mich gesund“, bestätigt der Wirt im Gespräch.

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Ein Leserfoto zeigt, wie viel am vergangenen Wochenende generell in der Innenstadt los war.

Ein Leserfoto zeigt, wie viel am vergangenen Wochenende generell in der Innenstadt los war. - © KK

Lokal vorübergehend geschlossen

Aus Verantwortung den Gästen gegenüber hat sich der Gastronom dazu entschlossen, sein Lokal vom heutigen 5. August bis zum 24. August zu schließen. Auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nun getestet werden. „Um sicher zu gehen und um niemanden von unseren Gästen in Gefahr zu bringen, wird sich unser gesamtes Team in den nächsten Tagen freiwillig einen Corona-Test unterziehen“, bestätigt der Wirt.

Wichtig für Lokalgäste

Seitens der Stadt Villach werden alle Gäste, die sich seit dem 31. Juli im Lokal „Lederergasse 29“ aufgehalten haben, um Selbstüberwachung des Gesundheitszustandes gebeten. Wer sich krank fühlt, möge die Hotline 1450 oder die regionale Gesundheitsbehörde (Magistrat oder Bezirkshauptmannschaft) anrufen. Als Selbstüberwachungszeitraum gelten zehn Tage ab Besuch des Lokals. In diesem Zeitraum gilt es, öffentliche Verkehrsmittel zu meiden, Reisetätigkeiten zu reduzieren und persönliche Kontakte zu vermeiden. Man kann auch coronapositiv sein und den Erreger übertragen, ohne selbst Symptome zu verspüren.

Die Aussendung des Landes Kärntens bezüglich der Neuerkrankungen sieht der Wirt übrigens sehr kritisch. „Dass über mich und mein Lokal seitens des Landes indentifizierend berichtet wurde ist eine echte Sauerei. Man hätte dies auch anders lösen können“, so der Wirt.

Wie viele Personen sind betroffen?

Vom 31. Juli bis zum heutigen 5. August war das Lokal noch normal geöffnet. Wie viele Gäste in dieser Zeit dort ein und aus gingen kann der Gastronom nicht genau sagen. „Es waren aber bestimmt einige, wir waren in den letzten Tagen immer gut besucht“, so der Lokal-Betreiber. Hinzu kommt, dass auf Grund der „Kirchtagswoche“ während der letzten Tage deutlich mehr in der Innenstadt los war als gewöhnlich. Dies verstärkte auch die Frequenz im und vor dem betroffenen Lokal noch einmal zusätzlich. Ob es noch weitere positive Fälle gibt, die in Verbindung mit diesem Coronafall stehen, ist noch nicht bekannt. Auch ob es seitens der Stadt diesbezüglich Maßnahmen geben wird, bleibt vorerst unklar.

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