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Politik - Kärnten
SYMBOLFOTO © william87/ fotolia.com

Notfallversorgung der Bevölkerung

Team Kärnten fordert sofortige Verbesserung im Notarzt-System

Kärnten – Auf eine rasche Lösung des großen Notärzte-Problems in Kärnten drängt Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer, an den sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Notärzte gewendet haben, um ihren Unmut zum Ausdruck zu bringen: „Dieser richtet sich vor allem gegen die zuständige Gesundheitsreferentin LHStv. Prettner, die bis heute das gravierende Notärzte-Problem nicht lösen konnte.“

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Köfer fordert in einem ersten Schritt eine bessere Entlohnung für die Notärzte, die teilweise an Wochenenden in den Krankenhäusern mehr verdienen als im Notarztdienst: „Die Gehaltsschiene kann einen erster Schritt darstellen, um dem Problem Herr zu werden. Ich wünsche keinem Bürger, dass er im Notfall aufgrund der Systemfehler auf den Notarzt verzichten muss.“

„Problem muss gelöst werden“

Dass die Entschädigung für Notärzte am Wochenende um ein Viertel erhöht worden sei, wie es von Landesseite her behauptet wird, stimme nicht, betont Köfer: „Diese Regelung hat nur für 13 Feiertage und Fenstertage Gültigkeit und müsste auf alle Wochenenden ausgedehnt werden. Zudem ist diese Entschädigung kaum der Rede wert und macht netto nur einen geringen zweistelligen Betrag aus.“ Köfer merkt zudem an, dass die Diskussionen über das Problem der massiven Lücken im Notarzt-Versorgungssystem aufgrund der Corona-Krise verdrängt worden sind: „Jetzt muss dieses Thema umgehend angegangen und gelöst werden. Es geht um die Notfallversorgung der Bevölkerung.“

„Notfallsanitäter einsetzen“

Eine Möglichkeit, um das Notarzt-System in Kärnten zu entlasten, sieht Köfer auch darin, dass Notfallsanitäter verstärkt Notfallkompetenzen übernehmen: „Sie sollen Notärzte nicht ersetzen sondern mehr Möglichkeiten in der Erstversorgung erhalten. Notfallsanitäter sind bestens ausgebildet und würden durch diese Kompetenzerweiterung in ihrer wichtigen Tätigkeit gestärkt werden.“ Köfer sei es wichtig, dass Notfallsanitäter beispielsweise Venenwege legen und Medikamente verabreichen können, bis ein Notarzt eintrifft, der dann weitere Maßnahmen setzen kann: „Oft ist kein Notarzt vor Ort bzw. im ländlichen Raum trifft dieser erst nach einer halben Stunde ein. Diese Zeitspanne soll von einem Notfallsanitäter überbrückt werden.“

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