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Aktuell - Kärnten
Mit der Aktion
Mit der Aktion "Ich bin eine Autobahn – kein Mistkübel" versucht die ASFINAG auf das Müll-Problem aufmerksam zu machen.  © ASFINAG

Kärntner Müllberg ist gewachsen

768 Tonnen Müll wurde 2019 auf Kärntens Auto­bahnen ab­geladen

Kärnten – Jedes Jahr fallen tausende Tonnen Müll auf den ASFINAG-Rastplätzen, Raststationen sowie entlang der Autobahnen und Schnellstraßen an. Allein im Jahr 2019 wurde auf Kärntens Autobahnen rund 768 Tonnen Müll eingesammelt. Mit der Aktion "Ich bin eine Autobahn – kein Mistkübel" versucht die ASFINAG auf das Problem aufmerksam zu machen. 

 3 Minuten Lesezeit (441 Wörter)

„Leider landet immer mehr Müll nicht in den dafür vorgesehenen Containern und Mistkübeln, sondern direkt auf der Strecke und den Rastplätzen“, weiß ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl. „Rund ein Viertel des Jahresmülls muss mit großem Aufwand händisch aufgesammelt werden, ein Großteil davon sind Plastikflaschen, welche leicht zu Wurfgeschossen werden und damit auch ein erhebliches Risiko für die Verkehrssicherheit darstellen.“ Hufnagl betont: „Im Kampf gegen Müll und Littering besteht dringender Handlungsbedarf, daher haben wir die Aktion ´Ich bin eine Autobahn – kein Mistkübel` ins Leben gerufen.“

Bewusstsein für das Thema erhöhen

Die ASFINAG versucht seit vielen Jahren, das Bewusstsein für das Thema Vermüllung zu erhöhen. Auf Überkopfwegweisern wird auf das Problem aufmerksam gemacht. Das Einsammeln des Mülls und die fachgerechte Entsorgung verursachen hohe Kosten für den Autobahnbetreiber. Ein weiterer Grund, warum die Kosten jährlich steigen: das „Phänomen“ Mülltourismus. Hausmüll, alte Autoreifen und Bauschutt landen vermehrt illegal auf den Rast- und Parkplätzen und müssen unter hohem Aufwand entfernt werden.

Österreichweit 8.687 Tonnen Müll auf den Autobahnen

In den vergangenen Jahren ist das Müllaufkommen auf dem aktuell 2.233 Kilometer langen Streckennetz der ASFINAG sukzessive gestiegen. Fielen 2016 noch rund 7.300 Tonnen Müll an, waren es 2018 bereits mehr als 8.700 Tonnen. 2019 sind es mit 8.687 Tonnen knapp ein Prozent weniger als 2018. Auch die Kosten für die Müllentsorgung sind entsprechend gewachsen – und zwar von rund zehn Millionen Euro im Jahr 2016 auf mittlerweile 13 Millionen Euro im Vorjahr.

Möbel werden auf den Straßen abgeladen

Diese Steigerungen sind jedoch nur zum Teil auf das in den letzten Jahren gestiegene Verkehrsaufkommen zurückzuführen. Ein unangenehmer Grund dafür sind illegale Müllablagerungen im großen Stil. Autoreifen, Bauschutt sowie Kühlschränke und ganze Wohnungseinrichtungen werden auf Park- und Rastplätzen entlang der hochrangigen Straßen unerlaubt abgeladen. Die Entfernung und Entsorgung dieser Müllberge ist nur unter großem Aufwand – sowohl finanziellem als auch personellem – möglich.

Der Kärntner Müllberg ist gewachsen

Im mehr als 260 Kilometer langen Kärntner Autobahnnetz müssen rund 120 Mitarbeiter der vier Autobahnmeistereien (Wolfsberg, Klagenfurt, Villach und Lieserhofen) immer wieder zum Müllsammeln eingesetzt werden. Im Vergleich zu 2018 gab es dabei im Vorjahr leider sogar einen Anstieg, der Müllberg in Kärnten ist um fast 20 Tonnen von zuvor 750 auf exakt 768 Tonnen gewachsen.

Müll-Hitliste 2019 nach Bundesländern

  • 1.866 Tonnen in Niederösterreich (2,9 Millionen Euro Kosten)
  • 1.342 Tonnen in der Steiermark (2 Millionen)
  • 1.338 Tonnen in Salzburg (2,1 Millionen)
  • 1.332 Tonnen in Tirol (2 Millionen)
  • 1.299 Tonnen in Oberösterreich (2 Millionen)
  • 768 Tonnen in Kärnten (1,2 Millionen)
  • 420 Tonnen im Burgenland (652.000)
  • 276 Tonnen in Vorarlberg (428.000)
  • 46 Tonnen in Wien (71.000)
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