fbpx

Zum Thema:

24.02.2021 - 18:04Frühlingshaft: Morle Eissalon startet in die Saison24.02.2021 - 13:41Europa­weiter Wett­bewerb für Ge­biet rund um Hallen­bad24.02.2021 - 12:39Markus Geiger: „Da bin ich ein Junkie“24.02.2021 - 10:09Ortstafel-Sprayer konnten aus­geforscht werden
Politik - Klagenfurt
© 5min.at

Gemeinderätin Schmid-Tarmann fordert

Denkmalschutz: „Der Alte Platz kann nur der Anfang sein“

Klagenfurt – Wie 5 Minuten bereits am Sonntag berichtete, soll der gesamte Alte Platz unter Denkmalschutz gestellt werden. Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Grüne) fordert, dass der Denkmal-/Ensembleschutz auf viele weitere Viertel innerhalb des Rings ausgeweitet wird. 

 3 Minuten Lesezeit (391 Wörter) | Änderung am 20.08.2020 - 21.19 Uhr

Laut Dokumenten, die der 5 Minuten Redaktion vorliegen, soll der Alte Platz unter Denkmalschutz gestellt werden, wir haben berichtet. Insgesamt handelt es sich um 35 Adressen. Darunter die Häuser bekannter Klagenfurter Namen: Orsini-Rosenberg, Zehrer, Goess, Hübner oder Scarsini. Für Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann (Grüne), wäre dies dringend notwendig. „Es ist 5 vor 12 für den Ensembleschutz am Alten Platz. In den letzten Jahren sind schon einige Fassaden, Gebäude und historische Geschäftsausstattungen der Fantasielosigkeit der Eigentümer*innen und Gestalter*innen zum Opfer gefallen“, stellt die Gemeinderätin fest und ergänzt: „Während andere Städte Europas den touristischen Mehrwert historischer Stadtkerne erkannt haben, werden in Klagenfurt immer noch stadtbildprägende Gebäude gänzlich geschleift oder auf andere Weise optisch verunstaltet. Alt und Neu kann harmonieren, wenn die Planung den Regeln der Ästhetik folgt. Klagenfurt hat leider wenige Beispiele vorzuweisen, wo das gelang.“

Alter Platz: „Mosaik aus guten und hässlichen Beispielen“

„Am Alten Platz sind einige ‚Verschandelungen‘ offensichtlich. Die jüngste ist die Erdgeschoßfassade der Landschaftsapotheke. Aber auch die Neonschilder anderer Firmen würden mehr in die Tankstellen- und Supermarkt-Fassaden-Landschaft der Völkermarkter Straße, als in den historischen Stadtkern passen“, ist die Grüne Kultursprecherin überzeugt. Doch es gebe laut der Gemeinderätin auch Positiv-Beispiele, wie zum Beispiel die  Geschäftsfront von Benetton nahe der Einmündung zur Bahnhofstraße. „Doch es kann nicht am ‚Goodwill‘ der Einzelnen festgemacht werden, da braucht es klare Vorgaben. Wo ist die Stadtplanung, wenn man sie braucht?“, kritisiert Schmid-Tarmann.

„Bundesdenkmalamt wird endlich tätig“

„Mich freut es sehr, dass die Denkmalschutzbehörde jetzt endlich tätig wird“, kommentiert Schmid-Tarmann die vom BDA angekündigten Schritte. „Was von den geplanten, bewilligten oder bereits im Umbau befindlichen Eingriffen noch abgewendet werden kann, bleibt dahingestellt. Auch das ‚Entkernen‘ von Häusern mit denkmalgeschützten Fassaden ist äußerst fragwürdig. Niemand kann garantieren, dass im Zuge der Bauarbeiten die Außenwand und die Bausubstanz tatsächlich unversehrt bleibt.“

„Denkmalschutz muss ausgeweitet werden“

Abschließend fordert die, seit mehr als einem Jahrzehnt für den Schutz der historischen Gebäude kämpfende, Grüne Gemeinderätin: „Der Alte Platz ist erst der Anfang. Der Denkmal-/Ensembleschutz muss auf viele weitere Viertel innerhalb des Rings ausgeweitet werden. Die Klagenfurter Innenhöfe sind auch schützenswerte Kleinode und auf jeden Fall das Lendhafenviertel.“

ANZEIGE