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Wirtschaft - Kärnten
© ©ÖBB/Jörg

Es wird einige Sperren geben:

Baustart für Modernisierung des Karawankentunnels

Karawankentunnel – Im September starteten die Modernisierungsarbeiten am Karawankentunnel. Der slowenisch-österreichische Bahntunnel wird bis September 2021 auf einen modernen Sicherheitsstand gebracht – und damit fit für die nächsten Jahrzehnte gemacht.

 4 Minuten Lesezeit (484 Wörter)

Seit 7. September laufen die Modernisierungsarbeiten am slowenisch-österreichischen Karawankentunnel. 1906 wurde der knapp acht Kilometer lange Bahntunnel erstmals in Betrieb genommen. Um die Strecke auf einen modernen Sicherheitsstand zu bringen, wird der Tunnel bis September 2021 umfassend saniert und aufgerüstet. Österreich und Slowenien arbeiten dabei Hand in Hand. Die ÖBB investieren dazu rund 73 Millionen Euro.

Mehr Sicherheit

Damit der Bahntunnel künftig moderne Sicherheitsstandards erfüllen kann, ist ein größerer Tunnelquerschnitt pro Gleis notwendig, als das vergleichsweise vor 115 Jahren der Fall war, etwa für Rettungswege, Brandschutzmaßnahmen und Kommunikationssysteme. Aus diesem Grund wird der Karawankentunnel zu einem modernen, eingleisigen Bahntunnel umgebaut, der trotz einem Gleis weniger, deutlich leistungsfähiger wird. Der modernisierte Bahntunnel erlaubt höhere Geschwindigkeiten (bis zu 120 km/h) und aufgrund moderner Leit- und Sicherungstechnologie auch dichtere Taktungen.

Die Arbeiten im Detail

Der Bahntunnel erhält einen durchgängigen Rettungsweg, neue Brandschutzanlagen und ein ausfallsicheres Kommunikationssystem. Darüber hinaus wird eine neue Deckenstromschiene installiert. Zusätzlich werden das Tunnelgewölbe und die denkmalgeschützten Portalbauwerke saniert sowie eine zeitgemäße Entwässerung eingebaut. Auch an den Streckenabschnitten zu den Portalen finden umfangreiche Modernisierungsarbeiten statt.

Sperren im Überblick

Die Hauptbaumaßnahmen finden bis September 2021 statt. Dazu muss der Bahntunnel zwischen 5. Oktober 2020 und 10. Juli 2021 für den gesamten Bahnverkehr gesperrt werden. Der Güterverkehr wird während der Gesamtsperre größtenteils über Spielfeld umgeleitet. Für den Personenverkehr zwischen Villach Warmbad und Rosenbach wird aufgrund der Bautätigkeiten von 5. Oktober 2020 bis 4. April 2021 ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Dieser dauert für den Fernverkehr zwischen Villach Hbf. und Jesenice bis 10. Juli 2021.

Daten & Fakten

  • Teil der Verkehrsachse München-Salzburg-Ljubljana-Thessaloniki
  • 7.975 m Länge
  • Verbesserung der Tunnelsicherheit
  • Teil des EU-Güterverkehrskorridors
  • Mehr Effizienz im Betrieb
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
  • Höhere Geschwindigkeit

,,Der Karawankentunnel ist wichtig“

Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie sagt dazu: „Auf unserem Ziel zu Klimaneutralität in Österreich bis 2040 spielt die Mobilitätswende eine große Rolle. Dafür müssen wir auch noch mehr Güterverkehr auf die Bahn bringen. Eine moderne Infrastruktur bildet dafür die Basis und darauf zielt auch diese Investition ab. Der Karawankentunnel als wichtige Güterverkehrs-Verbindung im Herzen Europas wird dazu beitragen, unseren Wirtschaftsstandort weiter zu stärken und Österreich dabei klima- und zukunftsfit zu machen.“

Auch Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender ÖBB, findet den Umbau wichtig: „Der Karawankentunnel ist das Herzstück der Güterverbindung zwischen den Adriahäfen Koper bzw. Rijeka und den österreichischen bzw. süddeutschen Wirtschaftsräumen, weshalb die Achse noch weiter an Bedeutung gewinnen wird. Nach 115 Jahren lassen wir den wichtigen Bahntunnel schließlich in eine neue Etappe starten. Rundumerneuert, sicherer und effizienter.“ „Jede Investition in eine moderne Bahn ist eine nachhaltige und kluge Investition. Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit entstehen durch die Modernisierung des Karawankentunnels auch neue wirtschaftliche Impulse für die Region – sowohl während dem Bau als auch danach“, schließt Landeshauptmann Peter Kaiser

 

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