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Das Chaos geht weiter

Ärger über GTI-Exzesse: „Es war unerträglich, zwei Stunden wurde durchgeballert“

Villach – "Lasst uns zum Ende nochmal richtig eskalieren" - wurde bei einem Facebook-Posting auf einer inoffiziellen GTI-Fanseite aufgefordert. Und diesem "Aufruf" scheinen einige Autofans leider gefolgt zu sein. "Man hörte mindestens zwei Stunden lang nur Ballern und lauten Krach", so eine verzweifelte Anrainerin. 

 2 Minuten Lesezeit (337 Wörter) | Änderung am 20.09.2020 - 13.46 Uhr

„Machen wir Villach für heute zu unserer neuen Turbokurve“ und „Lasst uns zum Ende nochmal richtig eskalieren“ – das Facebook Posting einer inoffiziellen GTI-Fanseite sorgte am Wochenende für Wirbel. Darin wurden GTI-Fans aufgefordert sich, im wahrsten Sinne des Wortes, mit einem lauten Knall zu „verabschieden“.

„Es war andauernd lautes Ballern zu hören“

Scheinbar haben sich in der Nacht auf Sonntag zahlreiche GTI-ler dieses Posting zum Vorbild genommen. Denn im Raum Villach waren, laut einer Leserin, die Auto-Fans in extremer Lautstärke zu hören. „Wir wohnen im Bereich Warmbad. Zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens waren andauernd Fehlzündungen und lautes Ballern zu hören“, berichtet eine verärgerte Leserin und zeigt für „die Exzesse der GTI-Fans“ kein Verständnis. „In der Nähe befindet sich auch ein Altersheim. Bei dem Krach bekommt man kein Auge zu“, so die Villacherin.

Hotspots verlagern sich

Am Freitag wurde bereits der Arneitz-Parkplatz, ein beliebter GTI-Treffpunkt, aufgrund des starken Ansturms gesperrt. Ab 19 Uhr wurde auch die Villacher Alpenstraße gesperrt. Am Samstagabend haben sich deshalb wahrscheinlich neue „Hotspots“ gebildet. Bernd Riepan, Bezirkshauptmann von Villach-Land, sagte dies bereits voraus. „Solche Maßnahmen werden nicht das eigentliche Problem lösen, denn die Hotspots werden dadurch nur verlagert“, so Riepan am Freitag gegenüber 5 Minuten. Auch der Ortskern von Velden wurde Samstagnacht wegen Verkehrsüberlastung von der Polizei geräumt und gesperrt.

„Es muss dringend etwas unternommen werden“

Am meisten sorgt sich die Leserin aber um den Naturpark Dobratsch. „Bei den ganzen Bildern und Videos im Netz, auf denen man sieht wie rücksichtlos sich die GTI-Fahrer im Naturpark verhalten bekommt man richtig Gänsehaut. Es muss dringend etwas unternommen werden, schließlich ist der Dobratsch unser Haus- und Trinkwasserberg. Da macht man sich schon Sorgen“, erzählt die Villacherin. Seitens der Polizei und den Behörden würde sie sich strengere Kontrollen und Strafen wünschen. „Man müsste einfach härter durchgreifen. Das Nachtfahrverbot ist definitiv zu wenig“, findet die Leserin.

 

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