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Wirtschaft - Kärnten
WK-Vizepräsidentin Astrid Legner: „Unser Ziel einer familienfreundlichen Berufswelt ist bei weitem noch nicht erreicht.
WK-Vizepräsidentin Astrid Legner: „Unser Ziel einer familienfreundlichen Berufswelt ist bei weitem noch nicht erreicht. © Montage: WKK/Helge Bauer & Pixabay

"Kinderbetreuung stärken"

Legner: „Corona stellt Ver­ein­bar­keit von Familie und Be­ruf auf die Probe“

Kärnten – Kinderbetreuung und Elementarbildung müsse gestärkt werden, verlangt die WK-Vizepräsidentin und FiW-Landesvorsitzende Astrid Legner. Im Falle eines Lockdowns solle es einen einheitlichen Schichtbetrieb an den Schulen und eine digitale Plattform für das Homeschooling geben.

 3 Minuten Lesezeit (381 Wörter)

WK-Vizepräsidentin Astrid Legner: „Die Corona-Krise hat erneut die große Bedeutung der Kinderbetreuung und Elementarbildung gezeigt. Jetzt ist es Zeit, hier endlich vom Reden ins Tun zu kommen.“ Die Spitzen der österreichischen Sozialpartner und die Industriellenvereinigung haben dazu ein gemeinsames Forderungs-Programm mit konkreten Maßnahmen erarbeitet. Legner: „Die Kinderbetreuung ist entscheidend für die tatsächliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Solange es hier Schwächen gibt, sind Frauen im Berufsleben benachteiligt. Das muss ein Ende haben.“

„Spagat zwischen Familie und Beruf meistern“

Denn qualitätsvolle Kinderbetreuungsangebote seien nach wie vor nicht flächendeckend vorhanden. Legner: „Unser Ziel einer familienfreundlichen Berufswelt ist bei weitem noch nicht erreicht. Nach wie vor müssen meistens Frauen den schwierigen Spagat zwischen Familie und Beruf meistern. Die Lösung liegt in einer flächendeckenden, flexiblen und leistbaren Kinderbetreuung, auf die es auch einen Rechtsanspruch geben soll.“ Der Sozialpartner-Vorschlag umfasst zwei Etappen, ab dem 1. Geburtstag und ab dem 2. Geburtstag. „Selbstverständlich sind dafür die organisatorischen und personellen Ressourcen nötig, außerdem müssen nicht nur die Öffnungszeiten zur täglichen Arbeitszeit der Eltern passen, sondern auch die Schließtage“, schlägt die WK-Vizepräsidentin vor.

Legner fordert Sonderregelung für Unternehmerinnen

Ein ganzes Maßnahmenbündel möchte Legner dem zuständigen Kärntner Bildungsdirektor vorstellen. Legner: „Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass sich auch die Bildungsdirektion hinter das große Ziel der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellen wird.“ Sie schlägt vor, dass es zukünftig bei einem Lockdown in den Schulen eine Sonderregelung für Unternehmerinnen geben solle: „Sie sollen ihre Kinder weiterhin in die Schule schicken können, wie das auch für die Beschäftigten bei systemrelevanten Berufen etc. möglich ist.“ Auch ein Fonds für Unternehmerinnen, die aufgrund der Kinderbetreuung keine Aufträge umsetzen können, wäre für Legner denkbar.

„Neuerliche Einschränkungen vermeiden“

Besonders wichtig ist Legner, die Verwirrung bei der Wiederöffnung der Schulen im Mai im Falle neuerlicher Einschränkungen zu vermeiden: „Bei einem Lockdown bzw. in der Lockerungsphase 1 muss es diesmal einheitliche Regelungen an allen Schulen geben, damit das für Familien mit mehr als einem Kind besser handhabbar ist: Also entweder ein wochenweiser oder tageweiser Unterrichtswechsel an allen Schulen und die Verwendung der gleichen digitalen Plattformen beim Homeschooling.“

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