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Aktuell - Kärnten
© FOTOLIA.COM | GINA SANDERS

Spenderin angeklagt

Prozess um Malaria-Tod: Frau starb wegen verun­reinigter Blut­transfusion

Kärnten – Eine 86-jährige Völkermarkterin verstarb an einer mit Malaria verseuchten Blutspende. Eine Blutspenderin war kurz vor der Blutabnahme in Uganda. Das verseuchte Blut wurde der 86-jährigen Frau im Zuge einer Operation im Krankenhaus verabreicht. Die Spenderin wird wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. 

 1 Minuten Lesezeit (149 Wörter) | Änderung am 08.10.2020 - 10.39 Uhr

Wie 5 Minuten bereits berichtete, starb im vergangenen Jahr eine 86-jährige Frau an Malaria, weil ihr nach einer Routine-Operation im Krankenhaus verunreinigtes Blut verabreicht wurde. Wie später bekannt wurde, hielt sich die Blutspenderin kurz vor der Blutabnahme in Uganda auf. Die Blutspenderin war zuvor selbst an Malaria erkrankt, wurde aber relativ schnell wieder gesund. Ihr wird vorgeworfen, den Fragebogen bei der Blutspende nicht richtig ausgefüllt zu haben.

Wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Wie Medien berichten, wurde die Spenderin nun von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Der Prozess soll in zwei Wochen beginnen. Zudem soll ein Rot-Kreuz-Fahrer die Malaria-Erkrankung nicht weitergemeldet haben. Ob es auch hier zu einer Anklage kommt, steht noch nicht fest. Diesbezüglich laufen Ermittlungen.

Trauerschmerzensgeld

Zudem klagen die Hinterbliebenen der verstorbenen Frau das Rote Kreuz sowie die Blutspenderin und den Rot-Kreuz-Fahrer auf Trauerschmerzensgeld in Höhe von rund 38.000 Euro.

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