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Aktuell - Klagenfurt
© Wolfgang Germ

Vandalenakt an der Stätte der Kärntner Einheit

Vandalen verwüsteten Stätte der Kärntner Einheit

Klagenfurt – Kärnten erlebte gestern, am 10. Oktober, ein historisches Gedenken im Beisein von BP Alexander Van der Bellen und Sloweniens Staatspräsident Borut Pahor mit einer klaren Botschaft: Das Verbindende vor das Trennende zu stellen, das Gemeinsame in einem friedlichen Europa in den Vordergrund zur rücken.

 4 Minuten Lesezeit (551 Wörter) | Änderung am 11.10.2020 - 12.09 Uhr

„Umso verwerflicher ist der Vandalenakt an der Stätte der Kärntner Einheit. Scheinbar Unbelehrbare und Rückwärtsgewandte haben diese Stätte, die genau die gegenteilige Botschaft vermittelt, nämlich „Freiheit-Begegnung-Einheit-Frieden“, verunstaltet. Ich verurteile diesen Vandalenakt auf das Schärfste, nicht nur als Landeshauptmann, sondern auch als Mensch, denn sie sind ein Zeichen für Radikalismus und in diesem Fall auch von maßloser Dummheit“, ist heute Landeshauptmann Peter Kaiser entrüstet.

„Ignorante Zerstörungswut“

Der Landeshauptmann machte sich selbst ein Bild vor Ort im Klagenfurter Landhaushof, wo die Stätte der Kärntner Einheit Mahnmal wie Denkmal gleichermaßen ist.  Landtagspräsident Reinhart Rohr ist völlig verständnislos: „Wir haben gestern weit über Kärntens Grenzen hinaus die Botschaft der Gemeinsamkeit, des Friedens gesandt. Die internationalen Augen waren auf Kärnten gerichtet. Diese ignorante Zerstörungswut hat einen Sachschaden angerichtet, aber sie wird uns nicht vom Weg abbringen!“

Team Kärnten/Köfer: „Unfassbare Schändung der Stätte der Kärntner Einheit“

Fassungslos und bestürzt zeigt sich auch Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer über die aggressive Schändung der Stätte der Kärntner Einheit: „Ich hoffe, dass die Exekutive die Täter rasch ausforschen kann. In den vergangenen Jahren wurde viel unternommen, um Gräben der Vergangenheit zuzuschütten. Solche widerwärtigen Aktionen führen diese Bemühungen ad absurdum und befeuern neue Konflikte. Gerade der gestrige Tag sollte eigentlich Beweis genug sein, dass man gemeinsam in ein neues Zeitalter aufbricht. Das wollen aber scheinbar einige ewiggestrige Kräfte nicht wahr haben.“

Köfer fordert die Täter auf, sicher der Polizei zu stellen. Der Team-Kärnen-Chef erwartet sich zudem, dass sich auch die Slowenenorganisationen von dieser Tat distanzieren: „Derartige feindseligen Aktionen müssen von jeder Seite abgelehnt und scharf verurteilt werden.“

ÖVP-Gruber will Täter zur Rechenschaft ziehen

„Die Stätte der Kärntner Einheit ist ein Symbol für Frieden und Versöhnung. Dieses Symbol gerade zum 100-Jahr-Jubiläum der Volksabstimmung zu beschädigen und zu schänden, muss als Vorstufe zur Gewalt gewertet werden. Damit zerstören die Täter die Kärntner Bemühungen zu Gemeinsamkeit und einem friedlichen Miteinander an diesem historischen Wochenende. Für solche Taten darf es keine Toleranz geben, denn Gewaltbereitschaft, egal von welcher politischen Seite, hat in Kärnten nichts verloren; die Täter sind mit der vollen Härte des Gesetzes zu verfolgen und zur Rechenschaft zu ziehen.“​

FPÖ-Darmann verurteilt Denkmalschändung scharf

„Dieser Vandalenakt genau am Tag des Festaktes 100-Jahre-Volksabstimmung in Kärnten durch mutmaßlich linksextreme Täter ist auf das Schärfste zu verurteilen. Das Hetzen einiger Linker sowie radikaler Nationalslowenen in den letzten Tagen gegen den Kärntner Abwehrkampf, die Kärntner Volksabstimmung sowie das gegenwärtige Zusammenleben in Kärnten, hat wie zu erwarten den Boden für solche Straftaten von Vandalen und Linksextremisten aufbereitet“, so der Kärntner FPÖ-Chef Klubobmann Gernot Darmann.

1.000 Euro Belohnung zur Ergreifung der Täter ausgesetzt

Darmann stellt, vonseiten der Kärntner FPÖ, eine Belohnung von 1.000 Euro aus, wenn jemand sachdienliche Hinweise für die Polizei hat, die zur Ermittlung der Straftäter, die bei Nacht und Nebel die Stätte der Kärntner Einheit geschändet haben, führt.

Video zeigt Ausmaß der Zerstörung

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