fbpx

Zum Thema:

30.09.2020 - 08:47Neue Zahnarztpraxis eröffnet in Obervellach25.05.2020 - 10:30„Zeigt her eure Zähne“: Neue Praxis eröffnet in Hermagor24.03.2020 - 12:54„The Wok“-Chefin spendete 500 Schutzmasken an Zahnärzte21.12.2018 - 16:47Diese Ärzte haben Notdienst
Aktuell - Klagenfurt
© Adobe Stock

Schleppende Überprüfung

Klagenfurter Zahnarzt: „Hoffe, dass sich meine Unschuld heraus­stellt!“

Klagenfurt – Der angebliche Kriminalfall des 62-jährigen Klagenfurter Zahnarztes Werner E. entwickelte sich zu einer menschlichen Tragödie. Vor drei Jahren von der Ärztekammer mit Berufsverbot belegt, weil er im Verdacht steht, der Kasse medizinische Behandlungen verrechnet zu haben, die nicht notwendig gewesen wären, ist er seither arbeitslos.

 2 Minuten Lesezeit (307 Wörter)

Von Manfred Wrussnig. „Es müssen die Behandlungen von 124 Patienten sieben Jahre zurückgehend von einem Sachverständigen geprüft werden. In drei Jahren hat er gerade 50 geschafft“ ist Roland Kier, der Wiener Anwalt des Arztes fast schon verzweifelt. Weil die Ehefrau des Verdächtigen in der Kärntner Justiz tätig ist, wurde der Fall nach Graz abgetreten und das dauert. „Mein Mandant ist inzwischen wirtschaftlich tot. Was dann, wenn der Sachverständige alles durchgeackert hat,  bei Gericht rauskommt ist ungewiss. Gewiss ist nur, dass mein Mandant so gut wie ruiniert ist und vom Einkommen der Frau leben muss“.

Beschwerde eingereicht

Dabei war Werner E. ein gefragter Zahnarzt, behandelte sogar höchste kirchliche Würdenträger und auch jenen Rechtsanwalt und Familie zu deren Zufriedenheit, der jetzt die klagende Kasse gegen ihn vertritt, die sich betrogen glaubt.  Nun startete der Anwalt von Werner E. einen letzten Versuch, die Erhebungen doch noch zu beschleunigen: „Ich habe bei Gericht in Graz eine Beschwerde eingereicht und ersucht, den Sachverständigen von seiner Aufgabe zu entbinden, denn wenn die Überprüfungen weiter so schleppend dahin gehen, braucht es das Ganze noch Jahre. Ich erwarte mir in den nächsten vier Wochen eine Entscheidung. Wenn es so wie bis jetzt weitergeht, wird das Verfahren bis zu beruflichen Altersgrenze meines Mandanten verschleppt“, fürchtet Kier.  

Hasspostings im Internet

Auch Hassposter im Internet haben dem Mediziner inzwischen psychisch so zugesetzt, dass er sogar wegen Depressionen in ärztlicher Behandlungen ist.  „Ich hoffe, dass sich irgendwann bei Gericht meine Unschuld herausstellen wird. Ich habe seinerzeit einen finanziellen Vergleich mit der Kasse abgelehnt, da ich mir ganz sicher war, nichts angestellt zu haben, möglicherweise ein Fehler, aber für etwas zu zahlen, wo mir Unrecht geschieht, habe ich nicht eingesehen. Ich war besonders genau bei Abrechnungen.“, so der Betroffene in einem Gespräch mit 5 Minuten.

Schlagwörter:
Kommentare laden
ANZEIGE