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Wirtschaft - Kärnten
Am Bild v.l.: Green Tech Cluster-Manager Bernard Puttinger, LHStv.in Gaby Schaunig, LRin Barbara Eibinger-Miedl und KWF-Vorstand Erhard Juritsch.
Am Bild v.l.: Green Tech Cluster-Manager Bernard Puttinger, LHStv.in Gaby Schaunig, LRin Barbara Eibinger-Miedl und KWF-Vorstand Erhard Juritsch. © Büro LHStv.in Schaunig

Grüne Technologien:

Kärnten und Steiermark werden zum Green Tech Valley

Kärnten – Das Land Kärnten kooperiert mit der Steiermark und beteiligt sich am steirischen Green Tech Cluster. Das öffnet Kärntner Unternehmen zukünftig die Tür zu neuen Kooperationen und Innovationen.

 6 Minuten Lesezeit (721 Wörter)

Die Bereiche Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft bieten angesichts des europäischen Green Deal enorme Wachstumschancen in der grünen Transformation. In Kärnten können 70 bis 100 Betriebe diesem Zukunftssektor zugerechnet werden. In der Steiermark sind es 220 Unternehmen, die Mitglied des steirischen Green Tech Cluster sind. Dank einer neuen bundesländerübergreifenden Kooperation steht diese Plattform nun auch Kärntner Unternehmen offen. Mit der Stadt Villach wird zudem eine Kärntner Kommune Cluster-Partner. „Wir etablieren damit den Süden Österreichs als Green Tech Valley und erhöhen mit der Zusammenarbeit unsere internationale Sichtbarkeit und Strahlkraft“, erklärten Kärntens Technologiereferentin LHStv.in Gaby Schaunig und die steirische Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl heute, Freitag, bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt.

Neue Möglichkeiten für Kärntner Unternehmen

„Der Green Tech Cluster ist ein international top bewertetes Netzwerk, das Unternehmen beim Wachstum mit grünen Innovationen stärkt. Durch die nunmehrige Zusammenarbeit von Kärnten und Steiermark im Cluster werden Synergien gehoben und die kritische Masse in diesem Bereich ausgebaut“, sagte Schaunig. „Grüne Technologien gehören zu den wichtigsten Zukunftsthemen. So wie der Silicon Alps Cluster in der Sparte der elektronikbasierten Systeme wird der Green Tech Cluster Kärntner Betrieben aus den Bereichen Solar, Biomasse, Wind, Wasserkraft oder Recycling internationale Sichtbarkeit, gemeinsame Innovationsmöglichkeiten und ein wertvolles Netzwerk bieten.“

Gemeinsamer Schwerpunkt Wasserstoff

Ein erster gemeinsamer Themenschwerpunkt beider Bundesländer ist die nachhaltige Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff als Treiber der Energie- und Mobilitätswende. Dazu erscheint Ende November das Green Tech Radar, das die Technologie- und Marktentwicklung der kommenden Jahre aufzeigt. Unternehmen aus Kärnten und der Steiermark werden im Workshop am 26. November 2020 ihre Innovations-Chancen in diesem Bereich erarbeiten.

Nachhaltige Lösungen für internationale Kunden

Um COVID-bedingt nun den Export dieser Technologien weiter zu stärken, werden im Cluster gemeinsame Aktivitäten umgesetzt. Mit der Kampagne „Don’t waste // invest“ wird das Know-how von Unternehmen wie Lindner Recycling international kommuniziert. Gemeinsame Einkäufertage sowie eine neue Vertriebsplattform werden nachhaltige Lösungen internationalen Kunden zugänglich machen.

Gegenseitig voneinander profitieren

„Die Steiermark und Kärnten haben in den vergangenen Jahren sehr erfolgreiche Kooperationen aufgebaut – etwa mit der Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH, dem gemeinsamen Mikroelektronik-Cluster Silicon Alps und dem Forschungszentrum Silicon Austria Labs. Ich freue mich daher, dass wir nun auch im Bereich der grünen Technologien verstärkt zusammenarbeiten und damit die Süd-Achse weiter stärken. Der Sektor ist seit vielen Jahren ein wesentliches wirtschaftliches Stärkefeld der Steiermark. Ich bin davon überzeugt, dass wir wechselseitig voneinander profitieren können und künftig gemeinsam einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten werden“, so Landesrätin Eibinger-Miedl.

Weitere Chancen für Wirtschaftsstandort Kärnten

„Green Tech bietet für Kärnten und die Steiermark die nächste große Zukunftschance, die bestehende Achse bei der Entwicklung und Anwendung von Wasserstoff-Technologien künftig noch weiter zu stärken“, sagt Kärntens Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig. „Wir haben mit der HyCENTA Forschungsgesellschaft der TU Graz schon jetzt einen führenden Experten als wissenschaftlichen Partner gewinnen können. Die Green Tech Kooperation bietet nun dem Wirtschaftsstandort Kärnten weiteres Potential, die Riesenchancen von Wasserstoff zu nutzen: In der Industrie, im Verkehrsbereich, in der Wirtschaft und für Green Jobs. Durch Green Tech setzen wir den nächsten Schritt für Kärnten, führende Wasserstoff-Modellregion zu werden“, so Schuschnig.

Villach als Cluster-Partner

Ihren Beitritt zum Cluster bereits beschlossen hat diese Woche die Stadt Villach. Energiereferentin Vizebürgermeisterin Irene Hochstetter-Lackner: „Wir räumen den Themen Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, E-Mobilität, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Abfallvermeidung seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert ein und haben für unser Engagement schon internationale Preise erhalten. Spätestens seit der Milliarden-Investition bei Infineon ist Energieeffizienz nun auch ein industrieller Schwerpunkt in unserer Stadt. Als Partner des Green Tech Clusters kann Villach als Brückenkopf für regionale Unternehmen fungieren und den Konnex zu relevanten Playern herstellen.“

Informationen zum Green Tech Cluster

Klimaschutz schafft Wachstum: Die 220 Unternehmen im Green Tech Cluster haben binnen zehn Jahren in diesem Bereich die Arbeitsplätze auf über 25.000 verdoppelt und die Umsätze auf über 5 Mrd. Euro verdreifacht. Mit ihren Technologien leisten die Unternehmen einen globalen Beitrag zum Klimaschutz und der Kreislaufwirtschaft. Der Cluster unterstützt mit F&E-Projektentwicklung, Technologietrends, Marktchancen sowie globalen Kontakten. Der Cluster wurde wiederholt zum weltbesten Umwelttechnik-Cluster gerankt (VDI/VDE, Global Cleantech Directory sowie Regiostars Award der EU).

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