fbpx

Zum Thema:

26.11.2020 - 22:19Wetterprognose: Am Freitag gibt es eine sonnige Überraschung26.11.2020 - 19:34Online-Info­abend be­antwortet alle Fragen zum FH-Studium26.11.2020 - 19:24Landesvor­an­schlag: „Größtes Arbeits­markt­budget aller Zeiten“26.11.2020 - 17:10Mandl: „Dritte Milliarde unter­stützt Wirt­schafts­entwicklung“
Aktuell - Kärnten
SYMBOLFOTO © KK

Auf 290 Betten:

Bettenkapazitäten für Covid-19-Patienten werden er­höht

Kärnten – Rund neun Prozent der mit Covid-19 infizierten Personen in Kärnten benötigen eine Behandlung in einem Krankenhaus. Noch in dieser Woche werden die Bettenkapazität für Covid-19-Patienten auf 133 stationäre Betten ausgeweitet. Schrittweise sollen die Covid-19-Betten dann auf 290 erhöht werden.

 4 Minuten Lesezeit (514 Wörter)

Gemeinsam mit Landessanitätsdirektorin Ilse Oberleitner, Rudolf Likar (Abteilungsvorstand für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum Klagenfurt) und Hannes Alber (Abteilungsvorstand der Abteilung für Innere Medizin und Kardiologie am Klinikum Klagenfurt), informierte Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner am Mittwoch, dem 28. Oktober 2020, über die aktuelle Corona-Situation in Kärnten.

Anstieg an Neuinfektionen auch in Kärnten spürbar

Derzeit beobachte man einen international sehr starken Anstieg an Corona-Neuinfektionen, diese Entwicklung sei natürlich auch in Kärnten spürbar, sagte die Gesundheitsreferentin. So gebe es am heutigen Tag 151 Neuinfektionen und damit 663 aktuell Infizierte. 55 Personen davon seien hospitalisiert, drei von ihnen müssten intensiv behandelt werden, so die Gesundheitsreferentin. Alber wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass derzeit rund 9 Prozent der infizierten Personen in Kärnten auch eine Behandlung in einem Krankenhaus benötigen würden.

Vorgehensweise bei Verwendung von Anti-Gen-Tests

Nach gestrigen Gesprächen mit der Ärztekammer hinsichtlich der Verwendung von Anti-Gen-Tests konnte man sich gemeinsam auf eine weitere Vorgehensweise einigen, erklärte Prettner. So würden die Tests zukünftig von den Ärztinnen und Ärzten selbst beschafft werden, die Österreichische Gesundheitskasse sorge für die entsprechende Schutzausrüstung, das Land übernimmt im Falle eines folgenden PCR-Tests (bei positivem Ergebnis) den Transport und die Laborauswertung. Prettner dankte in diesem Zusammenhang den Ärztinnen und Ärzten für ihre Bereitschaft, die Tests in ihren Ordinationen durchzuführen.

Ab Mitte November

„Symptomatische Patienten können in den Ordinationen damit ab Mitte November rasch diagnostiziert werden“, so Prettner. Es sei ein zusätzlicher Vorteil, dass für die Anti-Gen-Tests keine Labore benötigt werden und damit wichtige Kapazitäten freigehalten werden könnten. Prettner erklärte zudem, die Anti-Gen-Tests würden zudem in Spitals-Ambulanzen, Pflegeheimen und mittels mobiler Teams bei Verdachtsfällen in Schulen eingesetzt werden. Sie habe dazu mit allen Verantwortlichen intensive Gespräche geführt und die weiteren Strategien besprochen. Sollte ein Anti-Gen-Test positiv sein, werde ein PCR-Test durchgeführt und für die weitere Vorgehensweise die entsprechende Gesundheitsbehörde informiert.

Covid-19-Betten werden schrittweise erhöht

Zu den Spitalskapazitäten sagte die Gesundheitsreferentin, es sei gemeinsam mit den Krankenanstalten vereinbart worden, die Bettenkapazität für Covid-19-Patienenten noch in dieser Woche auf 133 stationäre Betten auszuweiten. In einer weiteren Phase werde diese Kapazität auf kärntenweit 290 Betten erweitert. Zu den Intensivbetten informierte Likar, die Lage sei mit drei Intensivpatienten derzeit gut. Man habe ein kärntenweit abgestimmtes Intensivkonzept, so der Abteilungsvorstand, der vor allem darauf hinwies, dass die Krankenhäuser ihren Versorgungsauftrag voll und ganz nachkommen können. „Niemand braucht Sorge davor zu haben, in ein Krankenhaus zu kommen“, so Likar. Man könne, wenn notwendig, bis zu 180 Corona-Patientinnen und –Patienten künstlich beatmen.

Dringender Appell an Bevölkerung

Prettner appellierte zudem an die Bevölkerung, gerade derzeit große Vorsicht walten zu lassen. „Halten sie sich unter allen Umständen an die wichtigsten drei Grundregeln: Abstand halten, Hygiene beachten und Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch das Lüften ist gerade in den kommenden Monaten eine wichtige Maßnahme. Versuchen sie außerdem, ihre sozialen Kontakte soweit wie möglich einzuschränken“, so Prettner.

ANZEIGE