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Petra Röttig mit Pfauchi. Ihr Tipp: „Beim Anfassen immer Handschuhe tragen. Igel können
kräftig zubeißen.“
Petra Röttig mit Pfauchi. Ihr Tipp: „Beim Anfassen immer Handschuhe tragen. Igel können kräftig zubeißen.“ © Christine Jeremias

Rechtzeitig vor dem Winter

Wie schön: Igelchen „Pfauchi“ wurde gerettet

Klagenfurt – Ende Oktober wird es für die putzigen Tiere langsam Zeit, sich in die Winterpause zu begeben. Doch leider gibt es immer wieder kleine Igel, die den Winterschlaf aufgrund des zu geringen Gewichts nicht überleben würden und dringend Hilfe benötigen. Petra Röttig hat einen solchen Notfall gefunden und zur Pflege aufgenommen.

 3 Minuten Lesezeit (443 Wörter)

Von Christine Jeremias. „Pfauchi“ wird derzeit im Badzimmer der Klagenfurterin liebevoll umsorgt und aufgepäppelt. Noch ist er in bisschen schwach, hat aber schon an Gewicht zugelegt und ist auf einem guten Weg, bald seinen Winterschlaf beginnen zu können. „Da schon seit Jahren immer wieder Igel in meinen Garten kommen, habe ich mich mit den Bedürfnissen dieser besonderen Tiere auseinandergesetzt und so auch gleich erkannt, dass Pfauchi viel zu schwach für den Winterschlaf ist“, erzählt Röttig.

Wildschweine im Garten?

Seinen Namen verdankt der kleine Igel übrigens den Geräuschen, die er von sich gibt. „Ein Nachbar hat mich sogar einmal gefragt, ob wir Wildschweine in der Siedlung haben, weil die Igel bei ihren nächtlichen Streifzügen manchmal doch laut werden können. Vor allem, wenn die Einzelgänger doch einmal auf Artgenossen treffen, wird oft heftig gefaucht und geknurrt“, lacht die Tierfreundin. Unterstützung bei der Igelpflege holt sie sich im Internet: die Facebookgruppe „Igelfreunde Österreich“ mit der Tiroler Administratorin Tanja Wolf steht rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um Igelnotfällle geht.

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Bald wird der kleine Igel kräftig genug für den Winterschlaf sein

Bald wird der kleine Igel kräftig genug für den Winterschlaf sein - © Christine Jeremias

Wertvolle „Igel-Tipps“

Die sozialen Medien erweisen sich als echter Segen für hilfbedürftige Igel. In den entsprechenden Gruppen werden nicht nur Tipps und Erfahrungen ausgetauscht, die „Igelfreunde Österreich“ verfügen auch über ein großes Netzwerk an sogenannten „Päpplern“. An diese erfahrenen Tierfreunde werden in ganz Österreich Igel zur Pflege vermittelt. Wer es sich also selbst nicht zutraut, einen Igel zu versorgen, kann sich hier um einen guten Platz für seinen Schützling kümmern. Hilfe findet man aber auch im Tierschutzkompetenzzentrum TIKO.

Bitte keine Milch

Da der natürliche Lebensraum der Igel durch zunehmende Verbauung immer knapper wird, sind die stacheligen Gesellen oft in Gärten und Siedlungen anzutreffen. Wer den Igeln etwas Gutes tun will, sollte ein paar Ecken im Garten möglichst naturbelassen gestalten. Gut gemeint, aber leider falsch ist die berühmte Schale Milch, die immer wieder für Igel aufgestellt wird. Dabei sind die Stacheltiere Fleischfresser und ernähren sich vorwiegend von Schnecken sowie deren Eiern, Würmern und Insekten. Auf Pfauchis Speiseplan steht derzeit Katzenfutter, mit dem eine ordentliche Fettschicht für den Winterschlaf aufgebaut werden soll. Wenn er so brav weiterfrisst, darf er auch bald in Röttigs Garten umziehen, um dort dem Frühjahr entgegenzuschlummern. „Ich freue mich schon darauf, meinen Igel im Frühling wieder in die Freiheit entlassen zu können“, so die Klagenfurterin, der Tierschutz sehr am Herzen liegt.

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