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Politik - Klagenfurt
© Kollage: FPÖ/ 5min.at

Hinter den Kulissen bleibt es turbulent

Kritik für Scheiders Verhalten: Er gibt Stadtrats-Sitz nicht her

Klagenfurt – Sandra Wassermann (FPÖ) soll für drei Monate als Stadträtin eingesetzt werden. Sie folgt hier auf Christian Scheider, der aus der FPÖ ausgetreten ist. Nur, der gibt seinen Platz nicht auf.

 3 Minuten Lesezeit (399 Wörter) | Änderung am 11.11.2020 - 14.42 Uhr

Das finden nicht alle Politiker in Ordnung. So meldete sich heute zum Beispiel der Gemeinderat Klaus-Jürgen Jandl (Team Klagenfurt/ Jandl)  zu Wort: „Mit Verwunderung nehme ich die Weigerung von Christian Scheider, den Stadtratssessel nicht freiwillig zu räumen, zur Kenntnis. Insbesondere den Auftrag der Wähler an ihn“ sehe ich nicht, da nicht Christian Scheider sondern die FPÖ diesen Sitz erworben hat und diese damit auch das Besetzungsrecht hat.“

„Wichtigere Themen“

Jandl stellt auch einen Vorwurf in den Raum: „Dass es allerdings nicht wirklich um den Stadtsenatssitz an sich geht, sondern wie immer beim Team Kärnten um die 9.000 Euro Gehalt, wird von Herrn Scheider tunlichst verschwiegen. Daher appelliere ich an Christian Scheider, im Interesse der Steuerzahler, diesen Besetzungsprozess nicht weiter zu behindern und den Sitz schnellstmöglich frei zu geben, damit sich Stadtsenat und Gemeinderat wieder den wirklich wichtigen Themen Klagenfurts widmen kann.“

 Kritik auch für die „Liste Scheider“

„Betreffend dem größten Corona-Leugner Kärntens, Gerhard Reinisch, ist es wohl so, dass das Team Kärnten sich einerseits den Corona Verweigerern politisch anschließt und andererseits offensichtlich das Team der allerletzten Chance aufstellt“, so Jandl auch zur neuen Liste. Kritik kommt auch von den GRÜNEN: „Im März dieses Jahres, hatte der Gemeinderat Reinisch auf seinem Facebook Account die Maßnahmen der Regierung als überzogen bezeichnet und fragwürdige Ärzte zitiert“, erklärt Stadtrat Frank Frey (Grüne). Er war sprachlos über die Ankündigung, dass Scheider und Reinisch gemeinsam in den kommenden Gemeinderats-Wahlkampf einziehen wollen. „Ich verstehe, dass zwei langjährige Freunde wie Scheider und Reinisch auch politisch gemeinsame Sache machen wollen“, meint der Stadtrat der Grünen. „Doch was will der neue Spieler im Team Kärnten damit bezwecken? Glaubt er die Corona-Leugner unter den Wählern damit zu ködern?“

Scheider: „Ich schmeiße jetzt nicht alles hin“

Christian Scheider selbst hingegen ist der Meinung: „Damals haben mich über 19.000 Klagenfurter gewählt. Ich werde nun nicht alles hinschmeißen und meinen Posten einfach so verlassen“. Laut ihm habe er für die Einarbeitung in die Position auch längere Zeit gebraucht. „Ich glaube nicht, dass dies irgendwer, egal ob Frau Wassermann oder jemand anderes, in diesen wenigen Wochen bis zur Wahl genug Zeit hätte, sich in den Posten zur Genüge einzuarbeiten“. Sollte die FPÖ jedoch fordern, dass Scheider den Platz dennoch verlässt, werde er dem natürlich nachkommen.

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