fbpx

Zum Thema:

17.11.2020 - 14:45Rund 6.630 Schüler konnten heute nicht Zuhause betreut werden17.11.2020 - 12:25Betreuungsbilanz: „Mehr Kinder in den Schulen als im Frühjahr“16.11.2020 - 14:07Es werden wieder gebrauchte Laptops benötigt14.11.2020 - 16:41Schulen und Kindergärten: Betreuung gesichert
Wirtschaft - Kärnten
© Pexels

AK-Präsident Goach:

„Schulen so lange wie möglich offen halten“

Kärnten – Angesichts der derzeit diskutierten Schulschließungen im Rahmen einer Lockdown-Verschärfung fordert AK-Präsident Günther Goach: „Die Schulen müssen – solange es medizinisch dafür keine Einwände gibt – für Pflichtschüler offen bleiben! Jede zweite Kärntner Familie kann laut aktueller AK-Umfrage eine erneute Betreuung beim Homeschooling nicht mehr sicherstellen! Ein Betreuungskonzept im Falle einer erneuten Schulschließung ist längst überfällig!“

 2 Minuten Lesezeit (324 Wörter) | Änderung am 12.11.2020 - 20.32 Uhr

„Während dem Lockdown im Frühling ist die Lernschere noch weiter aufgegangen. Und zwar zwischen jenen Kindern, denen die Eltern beim Lernen helfen können und jenen, wo das leider nicht der Fall ist. So etwas darf sich nicht noch einmal wiederholen“, so Goach. „Es braucht den Lernort Schule für gelungenes Lernen. Unsere Umfrage im Oktober unter 326 Kärntner Eltern ergab, dass neun von zehn Schülern sehr gerne zur Schule gehen. Dieser außergewöhnlich hohe Wert muss im Zusammenhang einer drohenden Schulschließung gesehen werden!“ Schulschließungen seien nicht nur ein bildungspolitisches Thema, sondern es droht daraus auch ein soziales Problem zu werden.

Kinder gereizt, nervös und verängstigt

Seit Beginn der Coronakrise nehmen die Eltern ihre Kinder wahr als: gereizter (37 Prozent), nervöser (31 Prozent), verängstigter (33 Prozent) oder einsamer (24 Prozent). Während der letzten Schulschließung hatten 47 Prozent der Eltern zeitliche Probleme, ihr Kind beim Lernen zu unterstützen.„52 Prozent der Befragten geben an, dass sie die Kinderbetreuung bei erneuter Schulschließung nicht sicherstellen können. Hervorsticht, dass 89 Prozent angeben, dass sie im Frühling keinen Sonderbetreuungsurlaub genommen haben“, weist Goach auf einige der prekären Ergebnisse der aktuellen Umfrage hin.

„Bei Schulschließung braucht es Betreuungskonzept“

„Wenn die Schulen tatsächlich geschlossen werden müssen, dann nur mit einem Konzept, das Eltern entlastet und Schüler fördert!“, so Goach und fordert:

  • Das Bildungssystem muss auf die coronabedingten steigenden Lernrückstände reagieren. Es braucht ein kostenloses Nachhilfe- und Unterstützungswesen mit regelmäßigen Präsenzblöcken sowie eine kontinuierliche Information an Eltern und Schüler.
  • Bei einer Schulschließung braucht es ein Betreuungskonzept, das bereits vorab den Eltern Planungssicherheit geben kann.
  • Rasche finanzielle Hilfe für einkommensschwächere Eltern, hinsichtlich technischer Anschaffungen für das Homeschooling inklusive technischem Support.
  • Kontinuierliche Betreuung durch beispielsweise Vertrauenslehrer während der Homeschoolingphase.
ANZEIGE
AK-Präsident Günther Goach (c) kk/AK_Jost&Bayer

AK-Präsident Günther Goach (c) kk/AK_Jost&Bayer - © kk/AK_Jost&Bayer

ANZEIGE