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Wirtschaft - Kärnten
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Getrübte Aussichten bei Konjunkturkonferenz

WK-Präsident ortet Un­sicher­heiten und ge­fährdete Branchen

Kärnten – Ein durchwachsenes Bild der Kärntner Wirtschaft ergab die Kärntner Investitions- und Konjunkturkonferenz.

 3 Minuten Lesezeit (466 Wörter)

Wie Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl betonte, sei die Konjunkturentwicklung seit dem ersten Lockdown im März akzeptabel verlaufen, trübe sich allerdings jetzt auch im bisher stabilen Bau- und Baunebengewerbe ein. Auch der Handel sei besorgt wegen des Weihnachtsgeschäfts. Der Tourismus bange um die Wintersaison. Mandl unterstrich: „Für uns [ist] die zentrale Frage: Wie bekommen wir Testen und Contact Tracing auf die Reihe und die Infektionszahlen wieder in den Griff?“

Land will zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen

Durch ihre zahlreichen Gespräche mit verschiedenen Berufsgruppen bekomme Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig mit, wie unterschiedlich sich die Krise auswirken könne. „Das Land Kärnten wird auf jeden Fall zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellen, um die Konjunktur in Schwung zu bringen“, versprach Schaunig. Außerdem kündigte sie an, dass der Budgetbeschluss heuer bereits Ende November durchgeführt werde, um auch Aufträge früher vergeben und so Unternehmen mehr Planungssicherheit geben zu können.

Schuschnig zog Zwischenbilanz

Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig zieht über die bereits getätigten Maßnahmen eine positive Zwischenbilanz. „Die öffentliche Hand springt dort ein, wo unternehmerische oder private Investitionen wegfallen. So konnten wir beispielsweise innerhalb von zwei Wochen nach Start der Investitionsprämie bereits 681 Anträge verzeichnen oder etwa durch die Wintergastgarten-Förderung 650.000 Euro an Wertschöpfung auslösen.“ Auch im Bereich Export und Straßenausbau werde sich demnächst etwas tun.

Appell an die Bevölkerung

In diesem Sinne erneuerte auch Mandl abschließend seinen Appell an die Bevölkerung, die Pandemie ernst zu nehmen und sich an die Reduktion der Kontakte, die Abstandsregeln und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes zu halten: „Die Lösung der gesundheitlichen Problematik ist die Grundlage für die wirtschaftliche Erholung.“

FPÖ begrüßt öffentliche Aufträge für Betriebe

„Wir begrüßen es, wenn jetzt verstärkt öffentliche Aufträge an die Betriebe gehen sollen. Dabei müssen aber vom Land Kärnten – wo immer es möglich ist – Kärntner Unternehmen beauftragt werden“, hebt FPÖ-Obmann Gernot Darmann in einer Stellungnahme hervor. Auch Investitionen in den Kärntner Gemeinden seien ein Turbo für Investitionen in die Wirtschaft.

Team Kärnten: „Finanzielle Kraft der Firmen erhalten“

Auch aus der Sicht von Team Kärnten-Chef Gerhard Köfer muss es jetzt das vordringlichste wirtschaftspolitische Ziel sein, die finanzielle Kraft der Kärntner Firmen zu erhalten. Zentral sei für Köfer die Stärkung des Eigenkapitals der Unternehmen: „Das sorgt dafür, dass die Überlebenschancen vieler Betriebe steigen und gleichzeitig wird sichergestellt, dass die Investitions- und Innovationskraft unserer Betriebe erhalten bleibt. Das ist auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen zentral.“ Neben Maßnahmen für Unternehmen brauche es – laut dem Team Kärnten-Chef – auch klare Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosensituation in Kärnten.

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