fbpx

Zum Thema:

26.02.2021 - 19:03Einbruch in Villacher Geschäft: Täter hatten es auf Bargeld abgesehen26.02.2021 - 18:01Baustelle: Anfang März kommt es in der Italiener Straße zu Verzögerungen26.02.2021 - 15:27Wohlfühlstudio CorpoSana: „Wir freuen uns sehr auf euch“26.02.2021 - 13:58Rekord: Über 11.600 Villacher haben bereits gewählt
Politik - Villach
Gesundheitsreferent Christian Pober bei der Langen Nacht des Impfen im Jahr 2019.
Gesundheitsreferent Christian Pober bei der Langen Nacht des Impfen im Jahr 2019. © Karin Wernig

Nach Verschiebung von Impfstart:

Gesundheits­referent an Kaiser: „Schick die Impfdosen doch lieber nach Villach!“

Villach – Laut Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) soll erst Anfang Jänner nach "tiefgehender Planung und guter Aufklärung" mit den Corona-Impfungen in Kärnten begonnen werden. Der Villacher Gesundheitsreferent Christian Pober (ÖVP) kritisiert dieses Vorhaben. Für ihn seien die Impfungen ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Coronavirus.

 3 Minuten Lesezeit (412 Wörter)

In Kärnten wird nicht, wie in den anderen Bundesländern, bereits am morgigen Sonntag, dem 27. Dezember, mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Wir haben berichtet. Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) habe den Start der Impfungen in Kärnten nach Absprache mit einem Kärntner Impfverantwortlichen auf Anfang Jänner verschoben. Nach „tiefergehender Planung und guter Aufklärung“ sollen dann die Impfungen in mehreren Pflegeheimen starten.

„Kaiser verzichtet auf knapp 1.000 Impfdosen!“

Der Villacher Gesundheitsreferent Christian Pober (ÖVP) kritisiert das Vorgehen von Kaiser stark. Er erklärt im Gespräch mit 5-Minuten: „Laut aktuellen Medienberichten hat unser Landeshauptmann auf knapp 1.000 Impfdosen verzichtet, die aktuell an jedes Bundesland verteilt werden (Kärnten ausgenommen).“

„Impfdosen werden in Villach gebraucht“

Die ÖVP-Villach habe den Verzicht auf die Impfdosen mit Bedauern zur Kenntnis genommen, erklärt Pober, denn die knapp 1.000 Impfdosen hätte man in Villach gut verwenden können. „Wir würden uns freuen, wenn Kaiser die Impfdosen, anstatt auf sie zu verzichten, zu uns nach Villach schicken würde. Viele Menschen in Pflegeheimen oder aus Risikogruppen warten bereits auf die Impfung. Alleine in Villach hätten wir bestimmt knapp 1.000 Freiwillige gefunden, die sich impfen lassen möchten“, so der Villacher Gesundheitsreferent und ÖVP-Stadtrat. Durch die Impfdosen könnten so bereits rund 1.000 Kärntnerinnen und Kärntner vor dem Coronavirus geschützt werden.

„Lasse mich, sobald ich an der Reihe bin, auf jeden Fall impfen“

Auf die Frage, ob sich denn auch Pober selbst impfen lassen würde, antwortete dieser mit einem klaren „Ja“. Pober: „Natürlich werde ich mich impfen lassen, aber erst, wenn ich an der Reihe bin. Davor gibt es andere Personen, die auf die Impfung angewiesen sind.“ Pober bezieht sich dabei etwa auf Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen, Personen, die zur Risikogruppe zählen oder medizinisches Personal.

„Es geht darum, Menschen zu schützen!“

„In Villach nehmen wir die Impfdosen mit offenen Armen“, so Pober, denn „es geht ja darum, Menschen zu schützen.“ Natürlich setze Pober bei den Impfungen auf Freiwilligkeit, denn nur diejenigen, die sich impfen lassen möchten, sollen das auch tun. Pober würde sich jedoch freuen, wenn die Impfbereitschaft in Kärnten und speziell in Villach groß wäre. „Bei einer großen Durchimpfungsrate könnten wir schneller wieder zur Normalität zurückkehren“, so Pober. An Landeshauptmann Peter Kaiser richtet er abschließend erneut den Appell: „Wenn das Land die Impfungen aktuell nicht haben will, sollen sie zumindest denen gegeben werden, die sie wollen.“

ANZEIGE