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Wirtschaft - Kärnten
© Montage: Pixabay & Facebook Screenshot

Trotz Lockdown

Einigen Kärntner Wirten reicht es: “Wir machen auf!”

Klagenfurt – "Einzelhändler, Friseure [und] Gastronomen haltet zusammen und macht ab dem 18. Januar 2021 eure Geschäfte wieder auf!", ist aktuell in einem Facebookposting zu lesen. Wir haben für euch mit einem Wirt aus Klagenfurt gesprochen, der plant, an der Aktion teilzunehmen.

 4 Minuten Lesezeit (500 Wörter) | Änderung am 05.01.2021 - 20.03 Uhr

Derzeit fordern Kärntner Wirte sich in den sozialen Medien gegenseitig dazu auf, am 18. Januar 2021, wieder aufzusperren. Trotz Lockdown und verschärfter Corona-Maßnahmen. Das Posting ging viral und wurde bereits mehr als 2500 Mal geteilt.

Gastronom fordert Öffnung

Wir haben für euch mit einem Gastronomen aus Klagenfurt gesprochen, der ebenfalls plant, sein Lokal ab Mitte des Monats wieder zu öffnen. Ihm reicht es: “Die Einschränkungen müssen ein Ende nehmen”, erklärt er im Gespräch mit 5 Minuten. “Wir warten seit 2,5 Monaten darauf, wieder aufzusperren zu dürfen. Beinahe täglich wird die Bevölkerung mit neuen Maßnahmen terrorisiert.” Er fordert ein Ende der “Angstmacherei” und will sich aus diesem Grund an der Protestaktion beteiligen.

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In den sozialen Medien rufen manche Kärntner Wirte zum Protest auf.

In den sozialen Medien rufen manche Kärntner Wirte zum Protest auf. - © Facebook Screenshot

Aufschrei aus der Gastronomie

Wie aus seinen Erzählungen hervorgeht, versucht derzeit eine ganze Gruppe von Gastronomen weitere Unternehmer zu finden, die sich an dieser Art von Demonstration beteiligen wollen. “Wir versuchen in Kärnten Wirte zu mobilisieren uns gleichzutun”, erzählt uns der Klagenfurter. Angst vor einer Geldstrafe habe er nicht: “Ich erhoffe mir vom Land, dass man die Sache anders regeln wird können.”

Wann bzw. wie lange er an diesem Tag geöffnet haben wird, steht noch nicht fest. Er will die Arbeit im Lokal aber anfangs noch alleine bestreiten. “Natürlich können meine Mitarbeiter auf freiwilliger Basis mithelfen.” Gäste bittet er, sich trotzdem an die üblichen Hygienevorschriften (MN-Schutz und Abstand) zu halten.

WK-Vizepräsident: “Jetzt ist Schluss mit Sprücheklopfen”

Der Günter Burger, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Kärnten äußerte heute großes Verständnis gegenüber jenen Unternehmern, die trotz des Regierungs-Lockdowns beabsichtigen, ihre Betriebe zu öffnen. “Restaurant- und Geschäftsbesitzer haben in den letzten Monaten Maßnahmen zur Kontaktverfolgung, verbesserter Hygiene oder Abstandsregelungen mit viel persönlichem Einsatz und Geld erfolgreich umgesetzt. Die Bundesregierung lässt diese Unternehmer mit der neuerlichen Lockdown-Verlängerung eiskalt über die Klinge springen!“, kritisiert er wörtlich.

Unerwartete Rückendeckung

“Es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass es innerhalb der Unternehmerschaft zu immer stärker werdendem Protest gegen die Maßnahmen der Bundesregierung komme, zumal diese auch allen verfassungsrechtlichen Grundsätzen widersprechen.” Im Gespräch mit 5 Minuten erklärt Burger: “Ich rate jedem Wirt, der eine Rechtsschutzversicherung hat, aufzusperren!” Die Verlängerung des Lockdowns sei ohne triftige Gründe durchgesetzt worden. „Der harte Lockdown ist angesichts der Wirtschafts- und Arbeitsmarktzahlen nicht länger zu rechtfertigen. Jetzt ist Schluss mit dem Sprücheklopfen!“, so Burger abschließend.

Derzeitige Gesetzeslage

Noch bis 24. Januar 2021 ist Österreich im Lockdown. Aufgrund dessen gelten strikte Maßnahmen. Diese sehen unter anderem vor, dass das Betreten und Befahren von Betriebsstätten grundsätzlich „zum Zweck der Inanspruchnahme von Dienstleistungen des Gastgewerbes“ verboten ist. Nur  das Abholen von Speisen und Getränken ist zwischen 6 und 19 Uhr erlaubt.  Eine Vorbestellung ist nicht notwendig. Mehr dazu könnt ihr auf der Webseite der Wirtschaftskammer nachlesen.

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