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Wirtschaft - Kärnten
© pixabay

Rückblick und Vorschau:

Weniger Insol­venzen im Jahr 2020, aber eine düstere Prognose für 2021

Kärnten – Auch in Kärnten haben sich die COVID-19-bedingten Regelungen auf das Insolvenzgeschehen ausgewirkt.  Die Abnahme der Firmeninsolvenzen folgt dem österreichweiten Trend und verzeichnet einen Rückgang der Firmeninsolvenzen um 42,8 Prozent. Während es im Jahr 2019 noch 334 Verfahren waren, waren es im Jahr 2020 nur noch 191 Verfahren.

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Die beim Landesgericht Klagenfurt eröffneten Insolvenzverfahren haben sich von 165 auf 105 Verfahren im Jahr 2020 reduziert, was bedeutet, dass durchschnittlich wöchentlich zwei  Insolvenzverfahren eröffnet wurden. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden noch doppelt so viel Insolvenzverfahren pro Woche beim Landesgericht eröffnet.

Anzahl der Insolvenzen wird steigen

Laut dem Alpenländischer Kreditorenverband (AKV) ist davon auszugehen, dass sich die Anzahl der Insolvenzen sowohl bei Firmen als auch bei Privaten erhöhen wird. Wann dies eintreten wird, ist derzeit ungewiss und schwer prognostizierbar. Es wird sicherlich wesentlich von den derzeitigen staatlichen Maßnahmen und auch von jenen, die noch erlassen werden, abhängen. Bis März 2021 werden die Verfahren nicht steigen, da bis dahin die Finanzämter und die Sozialversicherungsträger keine Anträge auf Eröffnung von Konkursverfahren aufgrund Abgabenrückstände stellen.

Private Haushalte werden sich mehr und mehr verschulden

Laut Daten des AKV haben sich in Kärnten die Passiva von EUR 92,5 auf EUR 65,05 Millionen im Jahr 2020 reduziert, während die betroffenen Arbeitsplätze von 495 auf 549 im Jahr 2020 stiegen und aufgrund der Pandemie und der unsicheren planbaren wirtschaftlichen Aussichten größtenteils nicht erhalten werden konnten. Durch die Kurzarbeitsregelung und der hohen Arbeitslosigkeit werden sich die privaten Haushalte mehr und mehr verschulden. Der Bedarf nach einer privaten Schuldenregulierung wird sich drastisch erhöhen, da durch das gesunkene Haushaltseinkommen oft auch eine geringe Verschuldung nicht mehr bewältigbar sein wird.

Thema Privatinsolvenz: Die Ruhe vor dem Sturm

Im Bereich der Privatinsolvenzen kam es kärntenweit zu einem Rückgang von 18,9 Prozent und befinden sich ebenfalls auf einem historischen Tiefstand. Die höchste Anzahl an eröffneten Privatinsolvenzen traf im Jahr 2020 das Bezirksgericht Klagenfurt mit 232 eröffnete Verfahren und das Bezirksgericht Villach mit 165 eröffneten Verfahren, dies zeigt eine Auswertung des AKV. Die geplante Reform des Gesamtvollstreckungsverfahren wird Mitte des Jahres dazu beitragen, dass Privatinsolvenzeröffnungen über Gläubigerantrag massiv zunehmen werden. Aus diesem Grund rechnet der Alpenländische Kreditorenverband auch hier mit einem Anstieg der Privatinsolvenzen zwischen 40 und 50 Prozent.

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