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Wirtschaft - Kärnten
© pixabay

Energiermasterplan

eMap: Kärnten setzt auf erneuerbare Energie

Kärnten – Der dritte Zwischenbericht über die Umsetzungsmaßnahmen und den Zielerreichungsgrad des 2014 von der Landesregierung beschlossenen Energiemasterplans Kärnten (eMap) wird in der morgigen Regierungssitzung präsentiert. 

 3 Minuten Lesezeit (459 Wörter)

„Mit dem eMap verfolgt Kärnten ein ehrgeiziges Ziel und nimmt in puncto Klimaschutz und Energieeffizienz damit eine Vorbildwirkung ein. Kärntens Ambitionen stehen über den internationalen und nationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen“, so Energie- und Umweltlandesrätin Sara Schaar. Ziel des eMap ist eine CO2 neutrale und atomfreie Energieversorgung bei Strom und Wärme bis 2025 sowie eine CO2 neutrale und atomfreie Mobilität bis 2035.

Kärnten setzt auf erneuerbare Energie

Die Evaluierung des eMap erfolgt alle zwei Jahre durch die Abteilung Umwelt, Energie und Naturschutz des Landes. Im Bereich der erneuerbaren Energien ist Kärnten Vorreiter. „Der Gesamtanteil der erneuerbaren Energieträger am Endverbrauch ist mit derzeit 55 Prozent österreich- und europaweit absolut spitze. Um die Klima- und Energieziele der nächsten Jahre zu erreichen müssen wir uns aber weiter steigern. Mir ist es ein großes Anliegen, beim Umstieg von fossilen auf alternative Energieträger mit attraktiven Förderungen bestmöglich zu unterstützen“, erläutert Schaar. „Gemeinsam mit meinen Regierungskollegen werden im Rahmen der Klimaagenda Kärnten laufend Gespräche geführt, die ersten Maßnahmen befinden sich bereits in Umsetzung und werden dementsprechend an die Ziele des eMap angepasst“, so Schaar weiter. Kärnten setzt beim Erneuerbaren Ausbau vor allem auf Wasserkraft, feste Biomasse und Photovoltaik mit Stromspeicher. „Strom aus Kärnten wird bereits zu knapp 100 % aus Erneuerbaren erzeugt. Der Anteil der Wärme aus erneuerbaren Quellen liegt bei über 70 %, jener der Fernwärme gar bei knapp 90 %. Auch die Anzahl der Energieberatungen stieg seit 2018 mit rund 4.200 massiv“, so Schaar.

E-Mobilität soll Fahrt aufnehmen

Energieeffizienzsteigerung ist das Gebot der Stunde. Der Umstieg auf klimaneutrale Energieformen im privaten Gebäudebereich soll künftig erleichtert werden: An einer Vereinfachung der Förderverfahren in Form einer One-Stop-Shop-Lösung wird im Rahmen der Klimaagenda Kärnten gemeinsam gearbeitet. Auch wurde das Wohnbauförderungsgesetz auf Grundlage des eMap bereits entsprechend novelliert. „Je mehr wir künftig auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz setzen und damit Strom einsparen, desto mehr Strom wird z. B. für die Umstellung auf E-Mobilität frei. Es darf nicht dazu kommen, dass wir uns die E-Mobilität bzw. eine klimaneutrale Situation später nicht leisten werden können. Ein bewussterer Umgang mit Energie ist notwendig. Jeder und jede einzelne kann einen Beitrag leisten!“ so Schaar.

Weitere Maßnahmen geplant

Um der Zieleerreichung des eMap näher zu kommen sind auch im Bereich Mobilität weitere Maßnahmen in Planung. „Aus Klimaschutzsicht ist der Ausbau des öffentlichen Verkehrs der größte Hebel. So wurde z. B. durch das referatsübergreifende 10 Mio.-Impulsbudget ein Angebot geschaffen, das die Menschen in Zukunft auch nutzen können. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowohl in den Ballungszentren als auch im ländlichen Raum muss weiter forciert werden“, schließt Schaar.

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