fbpx

Zum Thema:

22.02.2021 - 21:29Corona-Hilfe: Über 2 Millionen Euro an Kärntner in Not ausbezahlt12.02.2021 - 09:58Hilfe für Obdachlose: Warum ein Telefonat Leben retten kann09.02.2021 - 10:21„Armutsspirale zieht viele durch Corona noch schneller nach unten!“31.01.2021 - 20:00Aktivisten wollen in Zelten beim Lindwurm übernachten
Leute - Kärnten
Die „Karawane der Menschlichkeit“ unterstützt Flüchtlinge, die den
Winter unter widrigsten Umständen in Bosnien verbringen.
Die „Karawane der Menschlichkeit“ unterstützt Flüchtlinge, die den Winter unter widrigsten Umständen in Bosnien verbringen. © Pascal Violo

Auch Kärnten hilft mit

Karawane der Menschlich­keit sammelt Hilfs­güter für Flüchtlinge in Bosnien

Kärnten – Auch wenn die Medienberichte derzeit hauptsächlich von Corona dominiert werden, gibt es so viele andere Themen, die Aufmerksamkeit verdienen. Das Hilfsprojekt „Karawane der Menschlichkeit“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Flüchtlinge zu unterstützen. Auch in Klagenfurt haben zahlreiche Menschen gespendet.

 3 Minuten Lesezeit (477 Wörter)

Von Christine Jeremias. In ein paar Tagen wird sich die „Karawane der Menschlichkeit“ in Bewegung setzen und warme Kleidung, Schlafsäcke und Zelt nach Bosnien bringen, wo tausende Menschen in der Nähe der Stadt Bihac gestrandet sind. Völlig unzureichend für den eisigen Winter ausgestattet, sind sie gezwungen, im Wald zu übernachten.

ANZEIGE
Die Menschen sind nur unzureichend vor Kälte und Nässen geschützt.

Die Menschen sind nur unzureichend vor Kälte und Nässen geschützt. - © Pascal Violo

Spenden sammeln statt Eisbären fotografieren

Um direkte Hilfe leisten zu können, hat der Wiener Pascal Violo im vergangenen Herbst sein Hilfsprojekt gestartet. Geplant war eigentlich etwas ganz anderes: Nämlich eine Reise nach Kanada, um Eisbären aus nächster Nähe zu fotografieren. Aufgrund der coronabedingten Reisebeschränkungen musste Violo diesen Plan aber aufgeben. Als er dann die Bilder des abgebrannten Flüchtlingslagers in Moria sah, entschied er spontan nach Griechenland zu reisen und sein gesamtes Kananda-Budget an „Ärzte ohne Grenzen“ zu spenden. Dieses Engagment zog bald weite Kreise: Freunde und Bekannte spendeten ebenfalls und so war die „Karawane der Menschlichkeit“ geboren.

ANZEIGE
Das improvisierte Lager im Wald bei Bihac.

Das improvisierte Lager im Wald bei Bihac. - © Pascal Violo

Die Karawane zieht weiter

Nachdem bei der ersten Spendenaktion über 40.000 Euro und ein LKW voll mit Sachspenden an die Menschen im Flüchtlingslager Kara Tepe übergeben werden konnten, wurde die nächste Aktion in Angriff genommen. Diesmal zog die Karawane nach Süditalien, um dort ein Flüchtlingsprojekt mit Geldspenden und warmer Winterkleidung zu übergeben. Demnächst wird dann die dritte Spendensammlung für Bosnien abgeschlossen, an der auch der Klagenfurter Verein „Together“ mitwirkt.

ANZEIGE

Volle Lager: Der Verein Together unterstützt die Karawane. - © Together Verein

Noch Spenden gesucht

„Wie schon bei den letzten beiden Hilfsprojekten organisieren wir auch diesmal den Transport. Alle in Österreich gesammelten Spenden werden zuerst zu uns gebracht und hier aus nach Bihac geliefert“, erklärt Together-Obfrau Julia Petschnig. Mit dem Transport, der durch Spenden finanziert wird, wird eine Kärntner Spedition beauftragt. „Die Hilfsbereitschaft in Kärnten ist sehr groß, es ist unglaublich, wie viele Spenden bei uns abgegeben werden“, so Petschnig. Damit sich die Menschen im improvisierten Lager in Bosnien ausreichend vor Kälte und Nässe schützen können, werden aber noch einige Dinge benötigt. „Derzeit suchen wir vor allem noch Hauben, Schals, Handschuhe und Schlafsäcke. Aber auch Handys wären toll“, so Initiator Pascal Violo. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann noch bis zum 18. Jänner Spenden in den Together Points abgeben. Alle Infos finden sich auf der Facebook-Seite des Vereins. Aber auch danach ist die Karawane noch nicht zu Ende. „Wir sammeln auch nach dem 18. Jänner weiter, denn im Feber ist wieder eine Hilfsaktion für Griechenland geplant. Und natürlich freut sich auch unser Verein immer über Spenden,“ hofft Petschnig weiterhin auf Unterstützung.

ANZEIGE