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Aktuell - Villach
© Leserfoto

"Vorsicht auf Natureisflächen!"

Eisige Gefahr: Trotz Verbot mit Kindern am Silbersee

Villach – Aktuell sind nur einige wenige Kärntner Seen zum Eislaufen freigegeben. Trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die die Sperren missachten. Ein Leser schickte uns ein Bild von Personen mit Kindern am Silbersee. Die Wasserrettung Kärnten warnt vor dem Betreten nicht freigegebener Natureisflächen.

 3 Minuten Lesezeit (401 Wörter)

Die tieffrostigen Temperaturen lassen die heimischen Seen derzeit zufrieren. Heute wurden der Hörzendorfer See und der Rauschelesee zum Eislaufen freigegeben, morgen folgt voraussichtlich der Aichwaldsee. Ein Großteil von Kärntens Seen, darunter auch der Silbersee, ist aber noch nicht freigegeben. Ein Leserfoto zeigt, dass sich nicht alle Menschen an diese Sperre halten. So befanden sich am Freitagnachmittag mehrere Personen mit Kindern auf der Eisfläche. „Einfach unverantwortlich“, findet der 5 Minuten Leser.

„Große Gefahr für Betroffene und Einsatzkräfte“

Die Wasserrettung Kärnten warnt weiterhin vor dem Betreten nicht freigegebener Natureisflächen. „Im Gegensatz zu betreuten Eisflächen, ist Eislaufen auf nicht betreuten Natureisflächen mit schwer abschätzbaren Risiken verbunden“, so die Einsatzkräfte. Ein Eiseinbruch kann für den Betroffenen, etwaige Ersthelfer oder Einsatzkräfte große Gefahren bedeuten, denn „das eiskalte Wasser verursacht einen Schock sowie eine extreme thermische Belastung. Der Wärmeverlust im Wasser ist zirka 30 Mal höher als an Land. Folgen sind schnelle Erschöpfung und eintretende Bewegungsunfähigkeit. Daher fällt es schwerer einen Hilferuf abzusetzen, eine Selbstrettung durchzuführen oder sich einfach am Eis festzuhalten“, weiß die Wasserrettung.

„Im Ernstfall geht es um Minuten“

Es besteht laut der Wasserrettung nur ein kurzes Zeitfenster für eine erfolgreiche Rettung: „Wichtig ist, sofort den Notruf (144/130) abzusetzen, bevor man selbst eine Rettungsaktion wagt.“ Es gilt der Grundsatz Selbstschutz vor Fremdschutz.“

Im Notfall richtig verhalten

  • Es gilt der Grundsatz „Selbstschutz vor Fremdschutz“
  • Vor allem in der Nähe des Eislochs und dort wo das Eis brüchig ist, sollte man sein Gewicht möglichst breit auf der Eisfläche verteilen – hinlegen, sich liegend der Einbruchsstelle nähern. Der direkte Kontakt zum Eingebrochenen muss unbedingt vermieden werden.
  • Es empfiehlt sich, einen Gegenstand (Seil, Jacke, Ast etc.) zu reichen, woran sich die Person im Wasser festhalten und im besten Fall herausziehen kann. Rettungsringe, Schneestangen, Abschleppseil oder Bretter können auch gut für eine behelfsmäßige Rettung verwendet werden.
  • Ist man selbst eingebrochen, sollte man laut um Hilfe rufen und versuchen sich selbst aus der gefährlichen Situation zu befreien.
  • Wichtig ist, den Selbstrettungsversuch in Richtung des bereits zurückgelegten Weges zu versuchen. Dort war die Tragfähigkeit des Eises gegeben.
  • Hilfreich sind dabei auch eine Schwimmweste, spitze Gegenstände wie Schraubenzieher oder eigens entwickelte Eisdornen (Isdubbar) zur Selbstrettung, mit denen man Halt im Eis findet und sich aus dem Wasser ziehen kann.
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